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EZB-Zentrale in Frankfurt

Die Notenbank arbeitet an einem neuen Referenzzins.

(Foto: dpa)

Reaktion auf Skandale EZB führt eigenen Geldmarktzins ab Ende 2019 ein

Die Notenbank will nach Skandalen den Banken eine Alternative zu Geldmarktsätzen wie Libor und Euribor bieten.
28.06.2018 - 16:49 Uhr Kommentieren

Die EZB will nach den Skandalen um manipulierte Geldmarktsätze ihren angekündigten eigenen Referenzzins bis Oktober 2019 bereitstellen. Bis dahin werde der "Ester" genannte Satz zur Verfügung gestellt, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mit. Zentralbanken suchen seit einiger Zeit nach Alternativen zu Geldmarktsätzen wie Libor und Euribor.

Die London Interbank Offered Rate (Libor) ist ein Anker für viele Geschäfte weltweit, die mit Konditionen wie etwa „Libor plus ein Prozent“ vereinbart werden. Seit 1986 wurde er für den US-Dollar, das britische Pfund und die Deutsche Mark berechnet, die später durch den Euro ersetzt wurde, nach und nach kamen zahlreiche Währungen hinzu. Ab 2013 wurde die Zahl im Rahmen einer Reform, die auch strengere Kontrollen durch die britische Finanzaufsicht vorsieht, auf fünf Währungen reduziert: Dollar, Euro, Pfund, japanischer Yen und Schweizer Franken.

Nach dem Skandal um illegale Absprachen bei der Festlegung des Zinssatzes, der 2011 die Finanzwelt erschüttert hatte, soll der Libor spätestens 2021 ersetzt werden. Ein Reformversuch der Finanzbranche für den täglichen Euribor-Referenzsatz war 2017 fehlgeschlagen.

In den USA hat die Fed New York im April 2018 mit der Veröffentlichung von gleich drei neuen Zinssätzen begonnen, die den Märkten mehr Orientierung geben sollen. Der eine davon, die Secured Overnight Financing Rate (SOFR), ist ausdrücklich als Ersatz für den Dollar-Libor gedacht. Dabei wird die Nutzung sich voraussichtlich erst nach und nach durchsetzen.

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    SOFR beruht auf dem sogenannten Repo-Markt, an dem kurzfristig Liquidität gehandelt und mit US-Staatspapieren abgesichert wird. Die Fed New York ist dafür zuständig, die Geldpolitik der US-Notenbank an den Kapitalmärkten umzusetzen, und verfügt daher über entsprechende Informationen. Es handelt sich damit um tatsächlich am Markt zu beobachtende Zinssätze, während der Libor auf Angaben und Schätzungen von Marktteilnehmern beruht und damit anfälliger für Missbrauch ist.

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