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Reaktionen auf den EZB-Entscheid „Risiken für die Finanzstabilität steigen“

Ökonomen sind von den EZB-Entscheidungen enttäuscht, die Notenbanker hätten erneut eine Chance verpasst. Denn Mario Draghi hat alles auf Oktober verschoben. Dann soll der „Großteil der Entscheidungen“ getroffen werden.
07.09.2017 Update: 07.09.2017 - 15:53 Uhr 6 Kommentare

EZB bleibt bei lockerer Geldpolitik

Frankfurt/Düsseldorf So hat die Europäische Zentralbank entschieden:

  • Der Leitzins bleibt unverändert bei null Prozent.
  • Das Kaufprogramm für Staatsanleihen bleibt bei monatlich 60 Milliarden Euro bis Dezember 2017.
  • Der Einlagezinssatz für Banken bleibt unverändert bei minus 0,4 Prozent.
  • Die EZB ist weiterhin bereit, das Anleihenkaufprogramm von monatlich 60 Milliarden Euro im Hinblick auf Umfang und/oder Dauer jederzeit auszuweiten.

+++Entscheidung der EZB ist eine Enttäuschung+++

Für Friedrich Heinemann vom ZEW ist die „heutige geldpolitische Entscheidung der EZB ist eine Enttäuschung“. Obwohl eine verbale Vorbereitung des Ausstiegs aus den Anleihekäufen dringend geboten sei, habe sie sogar noch den Hinweis auf eine mögliche Ausweitung des Kaufprogramms beibehalten. Offenbar verängstige die Euro-Aufwertung der vergangenen Wochen die Mitglieder des Zentralbankrats. „Die Euro-Aufwertung ist jedoch kein gültiges Argument gegen ein Ende der Anleihenkäufe im kommenden Jahr.“

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    +++Ausstieg wird immer schwieriger+++

    Für die Wirtschaftsweise Isabel Schnabel lässt die EZB die Märkte weiter im Dunkeln tappen. „Sie hat erneut die Chance verpasst, den Ausstieg aus dem Anleihen-Kaufprogramm einzuleiten und endlich eine Ausstiegsstrategie zu kommunizieren. Ein gradueller Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik wird immer schwieriger, und damit steigen die Risiken für die Finanzstabilität.“

    +++Wo liegt die Schmerzgrenze für den Euro?+++

    Draghi bezeichnete den Euro-Anstieg der vergangenen Monate zwar als „Quelle der Unsicherheit“. Die Kommentare zum Wechselkurs kommen nicht überraschend, sagte Commerzbank-Strategin Thu Lan Nguyen. „Die Anleger konzentrieren sich auf das positive Bild, das Draghi von der Konjunktur der Euro-Zone malt.“ Das rechtfertige nach wie vor einen Einstieg in den Ausstieg der ultralockeren Geldpolitik. Zwar liege es nahe, dass die EZB eine Schmerzgrenze beim Euro habe. „Es ist schwierig zu sagen, wo sie liegt. Ich denke aber, Draghi würde erst bei einem Sprung über 1,25 Dollar stärker gegenrudern.“ Während der Pressekonferenz stieg die europäische Gemeinschaftswährung auf über 1,20 US-Dollar, notiert seit 15.30 Uhr aber wieder knapp unter dieser Marke.

    +++Wichtige Oktober-Sitzung+++

    Die Ratssitzung der EZB im kommenden Monat dürfte wichtig werden. Mario Draghi kündigte bereits an, dass im Oktober der Großteil der Entscheidungen getroffen wird. Die Fachleute der Notenbank sollten zunächst Vorschläge für mögliche Optionen machen, sagte er. Die Währungshüter haben laut dem Italiener auf der jüngsten Ratssitzung bereits über die Dauer der Käufe und den monatlichen Umfang gesprochen. Bei der Diskussion sei es um das Für und Wider verschiedener Szenarien gegangen. Die Debatte sei noch in einem sehr frühen Stadium.

    Notenbanker erwarten höheres Wachstum
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    6 Kommentare zu "Reaktionen auf den EZB-Entscheid: „Risiken für die Finanzstabilität steigen“"

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    • Schon enorm, was die BRD-Wahlen für einen Einfluss auf Entscheidungen der EZB hat. Alles wird auf "danach" verschoben. Um ganz sicher zu sein, dass keine Überraschungen dazwischen kommen.

    • ......und das noch nachgereicht.....

      ...weil es sein muß.....das also bald ein anderer auf den "Thron" muß.....
      ......ein Deutscher.....
      .....Jens Weidmann.....Präsidiumsmitglied um Draghi.....Chef der Deutschen Bundesbank in FFM.....
      ....der hoffnungsvolle Nachfolger werden muß....ausgestattet.....mit den automatischen Weihen....aus der Reihe der alten Notenbänker.....und deren Geschichte und Handlungsweise...hat er sie gelesen und studiert....waren es gute Zeiten rund um die alte..... stabile D-Mark......war sie so stabil + wertig.......daß sie die Ersatzwährung....nach dem Dollar wurde.....
      ....und alle Wirtschafts-Bosse.....aus Politik + der Bankenwelt.....in den USA.....mit einem Hofknicks.....empfangen wurden.....
      ......das muß wiederkommen?.....ja....so ist es.....
      ....hat Jens Weidmann längst....unter seinem Stuhl......eine kleine Flamme.....die zu einem Feuer entfacht wird.....wenn so entschieden wird.....
      ...bedarf es klar + deutlich eine Bestätigung durch die Politik....und vor allen Dingen dem Durchsetzungsvermögen.....in Berlin...alle anderen zu überzeugen.....das er es wird.....
      ....haben die anderen Staaten.....auch ihren Vorteil.....Stabilität....und vor allen Dingen Vertrauen im Euro..... zu sehen + zu haben.....

      ....was gibt es sonst noch zu sagen?......nix mehr.....es soll + muß so kommen.....

    • ......was der Herr D.......im Frankfurter Tower....quasi alleine entscheidet....überstimmt er doch regelmäßig....die beisitzenden Präsidiumsmitglieder....aus den anderen Ländern.....ist er doch alleiniger Chef "im Ring".....kann dieses Gebaren auf Dauer nicht gutgehen....

      ...glaubt er mit diesen.....immergleichen "Blumensträußen"...an diese wirtschaftlich schwachen Südländer.....sie vor peinlich dramatischen Stürzen in den finanziellen Abgrund....zu schützen...
      ....mit dem Ergebnis....daß diese Länder....in ihren grundlegenden Strukturen....kaum oder garnicht geändert werden können....
      .....sind sie also durch die fortlaufende Aktivierung + Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in den Nordländern.....hoffnungslos als Anhängsel zu betrachten.....
      ....um das zu ändern.....um nur einen Hauch von Fortschritt.....stehen ihnen ihre jahrhunderte alte Strukturen....im Weg....
      .....harte Arbeit....strebsame Beschäftigung auf allen Gebieten....sparsames Wirtschaften und Haushalten.....Bildung + Ausbildung....u.v.a.m.....wird nicht in dieser Konsequenz und Härte....durchgeführt und vollzogen....wie z. B. wie bei uns in Deutschland....sind sie also für die Gesamt-Gemeinschaft verloren?.....streng genommen ja.....aber das würde das Ende der Union bedeuten....oder sagen wir der Anfang vom Ende....
      ja....wie geht´s denn weiter?....
      ...der prallgefüllte Topf....mit Problemen....kann schon jetzt keinen Deckel mehr erhalten....sodass es bald.... zu einem Überlaufen des Inhalts kommt....weil die Gehrung aller Zustände darin....ein hochendzündliches Gas erzeugt.....und nur durch einen kleinen Funken....alles nach oben....wegschleudern wird.....und wir den Crash haben werden....

    • Die Risiken steigen und zwar WEGEN der Politik Draghis.

    • Wenn die Ökonomen enttäuscht sind, ist das vielleicht auch ein gutes Zeichen. Ich hoffe, Herr Dragis Kurs führt zum Erfolg. Bisher auf jeden Fall.

    • Irgendwann wird dieser Geldvernichter zur Verantwortung gestellt und angeklagt. Aber solange die Regierung nichts tut, die Justiz schläft und dies südlichen EU Staaten sich freuen, wird weiterhin das Geld der Deutschen unwiderruflich vernichtet.

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