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Reserven der Bundesbank Der Kampf ums deutsche Gold

Ist er wirklich noch da? Der deutsche Goldschatz liegt im Ausland, doch gesehen hat ihn schon lange keiner mehr. Auf Druck des Rechnungshofs wird die Bundesbank nun nachprüfen - doch die Skepsis der Kritiker bleibt.
23.10.2012 - 17:16 Uhr 54 Kommentare
Gold in Barren zu verschiedenen Größen: Das Misstrauen geht tief. Quelle: dpa

Gold in Barren zu verschiedenen Größen: Das Misstrauen geht tief.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das Sprichwort dürfte jedermann geläufig sein. Nur bei der deutschen Bundesbank wollte man lange nichts davon wissen. Jeder Versuch von Bürgern oder Bundestagsabgeordneten, Auskünfte über die deutschen Goldreserven zu erhalten, blockten die Währungshüter ab – und erhitzen damit erst recht die Gemüter. Warum lagert ein großer Teil des deutschen Goldes im Ausland? Und wo genau liegt es überhaupt? Entweder wollten oder konnten die Währungshüter die Fragen der Skeptiker nicht beantworten. Bis jetzt.

Auf Druck des Bundesrechnungshofes und einzelner Politiker wird die Bundesbank einen Teil des Goldes nach Deutschland holen. Hier sollen die Barren eingeschmolzen werden, um die Menge und Echtheit des Edelmetalls zu überprüfen, sagte ein Bundesbanksprecher der Nachrichtenagentur „dapd“. Die Bundesbank ließ zunächst offen, wann und in welchem Umfang die Prüfung der Bestände stattfinden soll. Zugleich brachten die Währungshüter ihren Unmut zum Ausdruck, indem sie wissen ließen, der vom Rechnungshof gewünschte Prüfumfang entspreche „nicht den Usancen zwischen Notenbanken“.

Das Gold der Deutschen ist rund 144 Milliarden Euro wert und wiegt 3.396 Tonnen. Damit ist es so schwer wie rund 2600 Autos des Modells VW Golf. Weltweit verfügen nur die USA über größere Bestände. Nur ein kleiner Teil des Edelmetalls befindet sich in Deutschland, etwa 30 Prozent. Nach Angaben der Bundesbank lagert der Großteil des deutschen Schatzes in New York, bei der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed). Die Notenbanken Großbritanniens und Frankreichs verwahren ebenfalls kleinere Bestände davon. Doch nachgesehen, wie es wirklich um die Bestände bestellt ist, hat seit Jahren niemand mehr.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler würde nur zu gern nachsehen. Er hat bereits mehrfach über parlamentarische Anfragen und ein Rechtsgutachten mehr Aufklärung angemahnt. Ende 2010 fragte er bei der Bundesregierung nach, in welchen Abständen die Goldreserven „in Augenschein“ genommen würden und wann dies zum letzten Mal passiert sei. Die Bundesregierung antwortete, dass zuletzt am 11. Juni 2007 Bundesbankmitarbeiter bei der Fed in New York „die Tresoranlagen betreten und besichtigt“ hätten.

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    Im System der Papierwährungen, das seit den 1970er-Jahren besteht, ist Gold eigentlich überflüssig - schließlich kann die Zentralbank so viel Geld drucken, wie sie für nötig hält. Doch genau das ist das Problem. Die führenden Notenbanken haben in den vergangenen Jahren viel Geld gedruckt, um die Finanz- und Schuldenkrise einzudämmen. Mit jedem Dollar, Euro oder Yen, der in Umlauf kommt, wächst die Skepsis. Das Vertrauen in die Papierwährungen ist angekratzt.

    Ist das Gold überhaupt noch da?
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    54 Kommentare zu "Reserven der Bundesbank: Der Kampf ums deutsche Gold"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Diese Rede soll ein Fälschung sein, erklärten mir einige Gutmenschen.
      Zu strafrechtlichen Konsequenzen .... soll man dann die Siegermächte vor Gericht bringen, die sich das Gold unter den Nagel rissen?
      Was mich zusätzlich nachdenklich stimmt, dass sämtliche Verträge zwischen den Alliierten und Deutschland von unseren Volksvertretern, die das Volk angeblich vertreten, dem Volk nicht zugänglich gemacht werden.
      Desweiteren beschäftigt mich, weshalb nach einer Bundestagswahl der/die BundeskanzlerIn zu einem "Antrittsbesuch" nach Washington muss. Was hat es damit auf sich?
      In unserer "freien Welt" scheint mehr der Schein als das Sein zu existieren.

    • Wir haben auch 67 Jahre nach Kriegsende noch keine Verfassung, nur das Provisorium Grundgesetz.
      Barack Obama erklärte im Juni 2009 im Deutschen Ramstein: "Germany is an occupied country and it will stay that way..."
      Der ehemalige Chef des MAD, Gerd-Helmut Komossa, enthüllte in seinem Buch "Die deutsche Karte - Das verdeckte Spiel der geheimen Dienste" erstaunliches: "Der geheime Staatsvertrag von 21. Mai 1949 wurde vom Bundesnachrichtendienst unter ‹Strengste Vertraulichkeit› eingestuft. In ihm wurden die grundlegenden Vorbehalte der Sieger für die Souveränität der Bundesrepublik bis zum Jahre 2099 festgeschrieben, was heute wohl kaum jemandem bewusst sein dürfte. Danach wurde einmal der Medienvorbehalt der alliierten Mächte über deutsche Zeitungs- und Rundfunkmedien bis zum Jahr 2099 fixiert. Zum anderen wurde geregelt, dass jeder Bundeskanzler Deutschlands auf Anordnung der Alliierten vor Ablegung des Amtseides die sogenannte "Kanzlerakte" zu unterschreiben hatte. Darüber hinaus bleiben die Goldreserven der Bundesrepublik durch die Alliierten gepfändet." Egon Bahr bestätigte übrigens 2009 in einem Interview mit dem Wochenmagazin ZEIT die Existenz einer solchen geheimen Unterwerfungserklärung durch die Bundeskanzler.
      Wen wundert es da noch, dass das deutsche Gold (man beachte auch das Verhältnis, wie viel Gold wo lagert) ausgerechnet in den Tresoren der drei West-Siegermächte lagert? Kann ernsthaft damit gerechnet werden, dass es unsere Freunde zulassen, das wir das Gold nach Hause holen? Kein geringerer als Wolfgang Schäuble sagte am 18.11.2011 auf dem "European Banking Congress" in der alten Oper in Frankfurt: "Und wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen." Steht eigentlich ganz anders im 2 + 4 Vertrag. Die Rede ist übrigens auf YouTube in voller Länge verfügbar.
      Noch Fragen zum deutschen Gold?

    • ...haben Sie sich schon einmal mit der Souveränität Deutschlands beschäftigt? ...

    • @ HeinerHannappel
      Die Nachdenklichkeit hat uns wohl inzwischen alle ergriffen. Deshalb sollten wir jetzt unsere Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen, sonst ist alles Nachdenken und alles Fordern Zeitverschwendung.

    • Heiner Hannappel.
      Die Frage nach dem Verbleib deutschen Goldes stellt sich mir schon lange.
      Es mag in Vergangenheit unter der Bedrohung durch die Sowjetunion plausible Gründe für eine Lagerung im befreundeten Ausland gegeben haben. Doch heute, nach Erlangung seiner Staatlichen Einheit muss Deutschland als souveräner Staat darauf bestehen, dass die Goldbestände der Bundesbank,also deutsches Gold auf deutschem Boden gelagert werden um jederzeit Zugriff darauf zu haben.Dies ist eine Frage der Souveränität eines Staates und darf nicht zur Debatte stehen.Es ist für mich nicht einsehbar, warum der größte Teil unseres Goldes in den USA, Frankreich, England lagern sollte, also bei den ehemaligen Siegermächten des zweiten Weltkrieges. Das macht mich sehr nachdenklich.
      Heiner Hannappel
      Koblenz
      [email protected]

    • @ Holt_unser_Gold_heim_Action
      Das Gold nach Deutschland zu holen könnte Begehrlichkeiten wecken, gegen die wir uns im Ernstfall eventuell nicht wehren können. Vielleicht sollten wir das Gold daher besser in Fukushima lagern. Dort fasst die nächsten 300 Jahre keiner was an. Obwohl, in der Asse dürfte es auch recht sicher sein.

    • Holt unser Gold heim!
      http://www.gold-action.de/mitmachen.html

      (Bisher haben 11413 Personen unterzeichnet)

    • @ marco99
      Vielleicht sind die 50 Tonnen jährlich ja auch nur die Zinsen. Dann wäre das Gold zu jährlich 1,5% verliehen und immer noch weg.
      Im Übrigen halte ich es für eine gute Idee, wenn Deutschland marktschonend weiteres Gold kauft. Genau genommen könnte Deutschland sogar um die15.000 Tonnen kaufen, ohne einen Cent zu bezahlen. Wir buchen den Kaufpreis einfach vom Target-2 Konto ab.

    • In einem Artikel von 1966 http://www.zeit.de/1966/36/besiegt-de-gaulle-den-dollar wird beschrieben ,wie Frankreich sein Gold nach haus holte. Ein paar Jahre später war Bretton-Woods und der Goldstandart zerstört. Ursache war
      ein Krieg , der von den Neokons wie der Irak und Afghanistan
      zur Ausplümderung des Staatshaushalts geführt wurde.
      Die Irren aus der Einheitspartei SPDCDUFDPGRÜNE sind
      auf dem selben Trip. Bankenrettung bedeutet im Endergebnis die totale Zerstörung des Euro und der realen
      Wirtschaft . Wer glaubt der Markt wirds richten, muss
      richten durch hinrichten ersetzen. Ohne Verstaatlichung
      der Banken, Streichung der Schulden und beenden des Fiat-
      Geldes wrden wir in Kriegen und Bürgerkriegen enden.

    • Die Siegermacht USA hat das Deutsche Gold als Kriegsbeute nach Hause geschleppt. Es gehört uns nur noch auf dem Papier. Und die zuständigen Deutschen Institutionen (Bundesbank & Regierung) wollen gar nicht nachschauen, ob es noch vorhanden ist. Sonst drohen neue Abschreibungen / Verluste in Höhe von 145 Mrd. Euro! Das will die Deutsche Regierung den Bürgern nicht erklären müssen (Bürger = Bürge).

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