Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Robert Holzmann FPÖ-naher Ökonom könnte Notenbank-Chef Nowotny beerben

Im August endet der Vertrag von Österreichs Notenbank-Chef Ewald Nowotny. Der frühere Weltbank-Manager Holzmann könnte seinen Posten übernehmen.
Update: 29.01.2019 - 20:34 Uhr Kommentieren
Als Vize-Gouverneur solle der Ökonom Gottfried Haber ernannt werden. Quelle: Reuters
Oesterreichische Nationalbank

Als Vize-Gouverneur solle der Ökonom Gottfried Haber ernannt werden.

(Foto: Reuters)

Wien Österreichs neue Stimme im Rat der Europäischen Zentralbank wird einem Insider zufolge der FPÖ-nahe frühere Weltbank-Direktor Robert Holzmann. Der 69-jährige Ökonom soll am Mittwoch von der österreichischen Bundesregierung zum Nachfolger von Notenbank-Chef Ewald Nowotny bestellt werden, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Dienstag zur Nachrichtenagentur Reuters. Sein Vize werde Gottfried Haber, Chef des Fiskalrates, der das österreichische Finanzministerium bei dessen Haushaltspolitik berät.

Top-Jobs in Österreichs Notenbank werden traditionell zwischen den Koalitionspartnern – derzeit die konservative ÖVP und die rechtspopulistischen FPÖ – aufgeteilt. Mit der Position des Gouverneurs der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) ist automatisch auch ein Sitz im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) verbunden. Mit Holzmann erhält erstmals ein Kandidat der EU-kritischen FPÖ den Posten. Als Gouverneur der Notenbank ist er jedoch völlig weisungsfrei.

Der gebürtige Steirer studierte Volkswirtschaften und war wissenschaftlicher Assistent des heutigen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen. Er gilt als Experte für die Bereiche Sozialpolitik, Wirtschaftspolitik und Finanzwirtschaft. Er hatte international verschiedene Positionen inne, etwa bei der Weltbank oder beim Internationalen Währungsfonds. Politische Beobachter sagen, dass Holzmann gut im Umfeld der FPÖ-Akademiker vernetzt ist.

Welche Position Holzmann in Sachen Geldpolitik einnehmen wird, ist weitgehend unbekannt. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und wissenschaftliche Publikationen, Interviews gab er bisher kaum. Auch in der Öffentlichkeit ist er unbekannt. Die Amtszeit des ehemaligen SPÖ-Politikers Nowotny, der seit 2008 OeNB-Gouverneur ist, läuft Ende August aus. Der 74-jährige zählt zu den dienstältesten Mitgliedern im EZB-Rat.

Finance Briefing
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Robert Holzmann - FPÖ-naher Ökonom könnte Notenbank-Chef Nowotny beerben

0 Kommentare zu "Robert Holzmann: FPÖ-naher Ökonom könnte Notenbank-Chef Nowotny beerben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote