Schuldenkrise Lagarde rät EZB von Zinssenkung ab

Wird die EZB den Leitzins erstmals unter ein Prozent fallen lassen? Davon geht zwar die Mehrheit der Experten für Geldpolitik aus. Doch IWF-Chefin Christine Lagarde hat einen anderen Vorschlag.
Update: 03.07.2012 - 23:29 Uhr 5 Kommentare
Die EZB erwägt eine Senkung des Leitzins. IWF-Chefin Lagarde ist dagegen. Quelle: dpa

Die EZB erwägt eine Senkung des Leitzins. IWF-Chefin Lagarde ist dagegen.

(Foto: dpa)

WashingtonIm Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise rät IWF-Chefin Christine Lagarde der Europäischen Zentralbank zu verstärkten Anleihen-Käufen anstelle einer Zinssenkung.

Zur Möglichkeit einer zinspolitischen Lockerung sagte die Französin am Dienstag dem US-Sender CNBC: "Wir sind uns nicht sicher, ob das im Moment der beste Weg ist." Nicht allen Euro-Ländern würden niedrigere Zinsen weiterhelfen.

Erstmals in der Geschichte der Währungsunion dürfte die EZB-Notenbanker um Präsident Mario Draghi am Donnerstag den Leitzins unter ein Prozent senken. Davon geht nach den jüngsten Äußerungen von EZB-Chefökonom Peter Praet die große Mehrheit der geldpolitischen Beobachter aus.

  • rtr
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5 Kommentare zu "Schuldenkrise: Lagarde rät EZB von Zinssenkung ab"

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  • Wir alle und die Ökonomen insbesondere müssten endlich kapiert haben, dass der Zins nicht mehr wie einstmals mit dirigistischen Mitteln ganz nach Belieben reprimiert werden kann. Der Weltfinanzmarkt kann nicht manipuliert werden. Schulden und Verluste sind nicht kaschierbar. Die neuen Mittel zur Manipulation des Libor in London sind nur kriminelle Handlungen. Eine finanzpolitische Repression der Zinshöhe ist im Zeitalter der Globalisierung nicht mehr möglich. www.agosta.de

  • Lagarde möchte, dass die EZB die Schrottpapiere der französischen Banken aufkauft. Wie durchsichtig!
    Rausd aus dem Euro!

  • Lagarde hat vollkommen Recht. Eine Zinssenkung bringt, ausser noch mehr Geld fuer Spekulationsmaerkte, nur weiteren Schaden durch die Enteignung der Buerger.

    Es muss einmal beendet werden in Europa und in den USA, diese Interessensgruppen endlos mit der Gelddruckmaschine zu unterstuetzen. Wir hatten schon genug Krisen dadurch. Und ich kann das Geschrei dieser Gruppe schon nicht mehr hoeren. Bitte, bitte eine weitere Zinssenkung, bitte, bitte mehr QE und dies alles unterstuetzt durch entsprechende Medien. Hier herrscht nur endlose Gier um jeden Preis. Dies ist ein weiteres grosses Problem unseres Finanzsystems und nicht nur die Schuldenkrise.

  • lagarde ist eine fehlbesetzung; sie hat jura und nicht wirtschaft studiert. ihre inkompetenz hat sie in der vergangenheit durch entsprechende äußerungen für jeden sichtbar gemacht...ich möchte diese jetzt nicht wiederholen aber die regelmäßigen hb-leser werden wissen was ich meine...

    Vg

  • Lagardes Vorschlag passt ja gut zu der von Frankreich gewünschten neuen Rolle der EZB.

    Frankreich zeigt Deutschland mal eben gleichmal wie Gleichschaltung auf franzosisch läuft.

    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/geldpolitik/christian-noyer-frankreichs-notenbank-will-noch-staerkere-ezb/6828324.html

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