SNB bleibt bei ihrem Kurs Schweiz hält an Franken-Strafzinsen fest

Der Franken ist nach Ansicht der Schweizer Nationalbank weiterhin überbewertet. Die Währungshüter halten daher an den Strafzinsen für Franken-Anlagen fest – und behalten sich weitere Schritte vor.
Update: 18.06.2015 - 12:09 Uhr Kommentieren
Die Währungshüter der Schweiz bleiben bei ihren Strafzinsen auf Franken-Anlagen – und behalten sich weitere Schritte vor. Quelle: Reuters
Schweizerische Nationalbank

Die Währungshüter der Schweiz bleiben bei ihren Strafzinsen auf Franken-Anlagen – und behalten sich weitere Schritte vor.

(Foto: Reuters)

BernDie Schweizerische Nationalbank (SNB) verzichtet auf weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des hohen Franken-Kurses. Die Strafzinsen für Franken-Anlagen bleiben bei 0,75 Prozent, wie die Währungshüter am Donnerstag bekanntgaben. Die Währung sei deutlich überbewertet. „Aufgrund der Unsicherheit im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung in Griechenland kommt dem Schweizer Franken weiterhin die Rolle eines sicheren Hafens zu“, sagte SNB-Präsident Thomas Jordan.

Falls eine weitere Geldwelle auf die Schweiz zurollen sollte, will die Notenbank aber am Devisenmarkt eingreifen, um eine zu starke Aufwertung der Währung zu verhindern. „Wir haben weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft Angst, die Bilanz der SNB einzusetzen, wenn wir davon überzeugt sind, dass der Einsatz dieser Bilanz das Ziel, das wir anstreben, entsprechend erreichen kann“, sagte Jordan.

Über die Zeit sollten die Negativzinsen dazu beitragen, dass sich die Überbewertung korrigiere. Die SNB hatte im Januar den mehr als drei Jahre geltenden Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken aufgegeben. Derzeit kostet die Gemeinschaftswährung rund 1,0450 Franken.

Damit zahlt die Welt
Platz 10: Singapur Dollar
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Das asiatische Land gilt als einer der begehrtesten Finanzstandorte der Welt. Wenig Regulierung, viele Banken und die geografische Nähe zu China locken zahlreiche Investoren. Im Dezember 2014 wurden laut „Swift Watch“ 0,9 Prozent des globalen Zahlungsverkehrs in Singapur Dollar abgewickelt.

Platz 9: Hongkong Dollar
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Auf Hongkong treffen fast die gleichen Eigenschaften wie auf Singapur zu. Dementsprechend oft wurde mit der asiatischen Währung bezahlt. In Hongkong-Dollar wurden 1,3 Prozent des weltweiten Zahlungsverkehrs abgewickelt. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa ein Prozent.

Platz 8: Schweizer Franken
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Die Schweizer Währung hat nach der Loslösung vom Euro-Kurs an Attraktivität verloren. Der Schweizer Franken wertete im Anschluss dramatisch auf. Im Dezember landete die Währung hinsichtlich des Zahlungsverkehrs mit 1,4 Prozent auf dem achten Platz. Ein Jahr zuvor wurden noch 1,8 Prozent der weltweiten Bezahlungen in Schweizer Franken abgewickelt, womit die Währung auf den sechsten Platz landete.

Platz 7: Australischer Dollar
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Australien hat eine funktionierende Wirtschaft. Zu verdanken hat das Land das vor allem dem nachhaltig starken Wachstum vieler asiatischer Länder. China gehört zu den Hauptgeschäftspartnern von Australien. Solange die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst, wächst auch Australiens Wirtschaft. Kein Wunder also, dass 1,8 Prozent der Bezahlungen auf diesem Planeten in Australischen Dollar getätigt werden.

Platz 6: Kanadischer Dollar
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Kanada zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Der Nachbarstaat der USA mischt daher auch im Bereich des Zahlungsverkehrs bei den Größten mit. 1,9 Prozent aller Zahlungen auf dieser Welt wurden mit Kanadischen Dollar realisiert.

Platz 5: Yuan
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Den größten Sprung im Dezember 2014 machte der chinesische Yuan. Von Platz 13 im Januar 2013 nahmen die Zahlungen so stark zu, dass der Yuan im Dezember 2014 auf den fünften Platz vorrückte. 2,2 Prozent der weltweiten Zahlungen wurden in Yuan abgewickelt.

Platz 4: Yen
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Noch gehört Japan zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt. Doch die jahrzehntelange Deflation macht dem Land zu schaffen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe versucht mit einer aggressiv expansiven Geldpolitik dies zu ändern. Allerdings sind die Erfolge allenfalls kurzfristiger Natur. Der japanische Yen war nichtsdestotrotz eines der beliebtesten Zahlungsmittel im Dezember 2014. 2,7 Prozent der Zahlungen wurden mit Yen-Banknoten getätigt.

Die Notenbank ließ zudem das Zielband für den Referenzzins Dreimonats-Libor bei minus 1,25 bis minus 0,25 Prozent. Die SNB sei mit ihrer Geldpolitik bezüglich des Zinsniveaus und der Liquiditätsversorgung im internationalen Vergleich sehr weit gegangen, sagte Jordan. Sie Notenbank werde das gegenwärtige Zinsniveau vorerst beibehalten und die Auswirkungen genau beobachten.

Die anziehende Weltwirtschaft dürfte die Schweizer Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte unterstützen. Für das Gesamtjahr rechnet die SNB weiterhin mit einem Wirtschaftswachstum von knapp einem Prozent. Ihre Inflationsprognose nahm die SNB dagegen leicht zurück. Die Teuerung dürfte dieses Jahr bei minus 1,0 (bisher: minus 1,1) Prozent liegen. Für das nächste Jahr erwartet die SNB eine Inflationsrate von minus 0,4 (bisher: minus 0,5) Prozent. 2017 dürfte die Teuerung dann bei 0,3 (bisher: 0,4) Prozent liegen.

  • rtr
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