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Spitzenposten Das Rennen um die Nachfolge von IWF-Chefin Lagarde ist eröffnet

Für die Nachfolge der IWF-Chefin und designierten EZB-Präsidentin Lagarde kursieren bereits Namen. Großbritanniens Ex-Schatzkanzler soll seine Ambitionen geäußert haben.
Update: 04.07.2019 - 09:46 Uhr Kommentieren
George Osborne will Nachfolger von Christine Lagarde werden Quelle: AP
George Osborne

Der ehemalige britische Schatzkanzler glaubt, er habe gute Chancen, Nachfolger von IWF-Chefin Christine Lagarde zu werden.

(Foto: AP)

Düsseldorf Der ehemalige britische Schatzkanzler George Osborne hat wohl Ambitionen, Nachfolger der IWF-Chefin Christine Lagarde zu werden. Das berichten die „Financial Times“, die „Times“ und der „Daily Telegraph“. Demnach hat er zu Freunden gesagt, er habe die besten Chancen, Unterstützung aus Europa, den USA und China zu bekommen.

Außerdem soll Osborne gesagt haben, eine Position als IWF-Chef sei faszinierend angesichts der herausfordernden Zeiten für internationale Institutionen. Und das aktuelle Klima erfordere einen „fähigen politischen Kommunikator und Operator... keinen Technokraten“.

Der Posten der IWF-Chefin wird frei, weil Christine Lagarde voraussichtlich Präsidentin der Europäischen Zentralbank wird. Darauf hatten sich die EU-Regierungschefs am Mittwoch in Brüssel in einem Gesamtpaket zur Vergabe wichtiger Posten verständigt. Lagarde soll das neue Amt am 1. November übernehmen.

Der britische Konservative ist nicht der einzige potentielle Anwärter auf den IWF-Vorsitz. Als weiterer möglicher Kandidat gilt der britische Notenbankchef Mark Carney. Er will sein bisheriges Amt ohnehin im Januar 2020 abgeben. Auch der scheidende Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, käme womöglich infrage. Obendrein werden einige Namen aus Skandinavien gehandelt, darunter der ehemalige EU-Währungskommissar Olli Rehn.

Osborne müsste vom neuen Premierminister nominiert werden. Derzeit läuft die Urwahl bei den britischen Konservativen, das Ergebnis wird Ende Juli bekanntgegeben. Als Chefredakteur des „Evening Standard“ hat Osborne sich für den Favoriten Boris Johnson ausgesprochen. Dessen Unterstützung wäre ihm daher wohl sicher.

Schwieriger dürfte es werden, die anderen Europäer davon zu überzeugen, einen Briten nach Washington zu entsenden. Der Chefposten beim IWF wird traditionell von den Europäern besetzt, die Führung der Weltbank von den USA. Wegen des Brexits dürfte Osbornes Wunsch in den europäischen Hauptstädten auf Skepsis stoßen.

Osborne war in der liberalkonservativen Koalition unter David Cameron von 2010 bis 2016 Finanzminister. Als Theresa May Premierministerin wurde, entließ sie als Erstes Osborne, was dieser ihr nie verziehen hat. Seitdem übt er neben seinem Hauptberuf als Chefredakteur eine Reihe Nebentätigkeiten aus, unter anderem als Berater des Fondsgiganten Blackrock. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass er zurück in die Politik will. Sollte es mit dem IWF nicht klappen, könnte er auch wieder im britischen Kabinett landen.

Bei britischen Buchmachern gilt Carney als Favorit auf den IWF-Vorsitz. Er genießt großes Ansehen in Finanzkreisen. Gegen ihn spricht jedoch, dass er Kanadier ist - auch wenn er zusätzlich die britische und irische Staatsbürgerschaft besitzt.

Mehr: Laut dem Personalpaket, dass die europäischen Regierungschefs am Mittwoch geschnürt haben, soll die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Präsidentin der Europäischen Kommission werden. An diesem Donnerstag kämpft sie in Brüssel um breitere Zustimmung.

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