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Statistisches Bundesamt Deutsche Inflation bleibt niedrig

Die Mehrwertsteuersenkung und der kräftige Rückgang der Energiepriese halten die Inflation auf einem niedrigen Niveau. Vor allem Heizöl wurde deutlich billiger.
11.09.2020 - 10:30 Uhr Kommentieren
Viele Unternehmen haben zugesagt, die Senkung voll an die Kunden weiterzugeben. Quelle: dpa
Mehrwertsteuersenkung

Viele Unternehmen haben zugesagt, die Senkung voll an die Kunden weiterzugeben.

(Foto: dpa)

Berlin/ Wiesbaden Die gesenkte Mehrwertsteuer hat auch im August die deutsche Inflation gebremst. Die Jahresrate lag im August bei 0,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Verbraucherpreise verharrten damit auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Angaben.

Im Juli war sie wegen der Steuersenkung erstmals seit 2016 gefallen, und zwar um 0,1 Prozent. „Ein Grund für die niedrige Inflationsrate ist weiterhin die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer“, erklärten die Statistiker. Diese wurde als Maßnahme des Konjunkturpakets der Bundesregierung im Kampf gegen die Coronakrise zum 1. Juli für ein halbes Jahr von 19 auf 16 Prozent zurückgenommen, was den Konsum ankurbeln soll.

Viele Unternehmen haben zugesagt, die Senkung voll an die Kunden weiterzugeben. „Es ist allerdings nur schwer messbar, in welchem Umfang die niedrigeren Steuersätze an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wurden, da auch viele andere Faktoren die Preisentwicklung beeinflussen“, so das Bundesamt. Wegen der Corona-bedingten Wirtschaftskrise fällt es vielen Unternehmen schwer, höhere Preise durchzusetzen.

Günstiger als im August 2019 waren Haushaltsenergie und Kraftstoffe (minus 6,3 Prozent). Vor allem Heizöl wurde deutlich billiger (minus 32,7 Prozent). Für Sprit mussten Autofahrer 11,3 Prozent weniger zahlen als ein Jahr zuvor. Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie hätte die Inflationsrate bei 0,7 Prozent gelegen.

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    Nahrungsmittel verteuerten sich um 0,7 Prozent, der Preisauftrieb schwächte sich damit weiter ab. Für bestimmte Dienstleistungen mussten Verbraucher mehr bezahlen, zum Beispiel für den Friseur und für Körperpflege (plus 4,8 Prozent). Der Besuch in Restaurants, Cafés und im Straßenverkauf verteuerte sich um 1,9 Prozent trotz der Mehrwertsteuersenkung. Als Grund vermutet die Behörde unter anderem die Hygieneauflagen in Zeiten der Corona-Pandemie. Kaltmieten, die nicht von den niedrigeren Steuersätzen betroffen waren, stiegen um 1,4 Prozent.

    Dauerhaft sinkende Preise sind ein Risiko für die Konjunktur

    Gegenüber Juli sanken die Verbraucherpreise im August insgesamt um 0,1 Prozent.

    Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt für den gesamten Euroraum mit seinen 19 Ländern mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise sind ein potenzielles Risiko für die Konjunktur. Sie können Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben.

    In Deutschland lag der für die EZB-Geldpolitik maßgebliche harmonisierte Verbraucherpreisindex HVPI im August um 0,1 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats. Die EZB prognostiziert für das Gesamtjahr 2020 eine beispiellose Rezession im Euroraum infolge der Coronakrise und eine Teuerung von gerade einmal 0,3 Prozent.

    Mehr: Die Inflation ist gering, der Euro stark – die EZB bleibt trotzdem entspannt

    • rtr
    • dpa
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