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Statistisches Bundesamt Inflation in Deutschland klettert im Januar auf höchsten Wert seit einem halben Jahr

Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich zum Beginn des Jahres 2020 beschleunigt. Die Inflation kommt dem Zielwert der EZB von zwei Prozent langsam näher.
28.11.2019 Update: 28.11.2019 - 15:22 Uhr Kommentieren
Corona: Inflationsrate sinkt in Deutschland auf 1,4 Prozent Quelle: dpa
Waren im Supermarkt

Die Entwicklung der Verbraucherpreise ist ein wichtiger Gradmesser für die Währungshüter.

(Foto: dpa)

Wiesbaden Die deutschen Verbraucherpreise sind im Januar wegen höherer Kosten für Energie und Nahrungsmittel so stark gestiegen wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – beträgt voraussichtlich 1,7 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, sinken die Verbraucherpreise gegenüber Dezember 2019 voraussichtlich um 0,6 Prozent.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Januar 2020 im Vorjahresvergleich voraussichtlich um 1,6 Prozent erhöht, gegenüber Dezember 2019 sinkt er voraussichtlich um 0,6 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für die Euro-Zone als Ganzes mittelfristig einen Wert von knapp zwei Prozent an, der als ideal für die Konjunktur gilt. Dieses Ziel wird jedoch seit Jahren verfehlt. Im Gesamtjahr 2019 blieb sie in Deutschland mit 1,4 Prozent weit hinter dem Ziel zurück.

Zur stärkeren Teuerung zu Jahresbeginn trug die Entwicklung bei Energie maßgeblich bei. Diese kostete 3,4 Prozent mehr als im Januar 2019. Nahrungsmittel verteuerten sich mit 2,3 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich. Dienstleistungen kosteten 1,5 Prozent mehr, wobei die Nettokaltmieten um 1,4 Prozent zulegten.

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    Der CDU-Wirtschaftspolitiker und Fraktionsvize Carsten Linnemann legte der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag nahe, ihr Inflationsziel zu überarbeiten. „Zwei Prozent halte ich in der heutigen globalisierten und digitalisierten Welt für zu hoch“, sagte er am Donnerstag im Bundestag. Viele Firmen hätten nicht mehr die Möglichkeit, die Preise signifikant zu erhöhen.

    Um die Inflation anzuschieben hatte die EZB Mitte September 2019 eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik beschlossen. Sie will ihre umstrittenen Anleihezukäufe mit monatlich 20 Milliarden Euro wieder aufnehmen und senkte die Zinsen. Außerdem stellte sie eine noch längere Niedrigzinsphase in Aussicht.

    Auch für 2020 rechnen Ökonomen mit einer moderaten Entwicklung der Inflation in Deutschland. So geht beispielsweise der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung von einer Teuerungsrate von 1,6 Prozent im Gesamtjahr aus. „Die Entwicklung der Verbraucherpreise stellt sich verhalten dar“, heißt es im Jahresgutachten der „Wirtschaftsweisen“, einem Beratergremium der Bundesregierung.

    Mit Agenturmaterial

    Mehr: Trotz Konjunkturschwäche haben die Banken im Euro-Raum zuletzt wieder mehr Kredite an Unternehmen vergeben. Nach Meinung einer Expertin ist das aber „nur ein kleiner Lichtblick“.

    • nih
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