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Studie zum Zahlungsverkehr Kartenzahlung zu aufwendig – Bargeld ist für Händler das günstigste Zahlungsmittel

Die Deutschen bezahlen an der Kasse oft mit Bargeld. Für die Händler ist es laut einer Studie der Bundesbank derzeit das günstigste Zahlungsmittel.
Update: 13.02.2019 - 13:57 Uhr Kommentieren
Das beliebteste Zahlungsmittel in Deutschland. Quelle: dpa
Bargeld

Das beliebteste Zahlungsmittel in Deutschland.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Bundesbank nimmt es meist sehr genau. Das gilt auch für eine neue Studie zu einem ihrer Lieblingsthemen – dem Bargeld. Genau 22,3 Sekunden dauert laut diesen Berechnungen im Schnitt eine Barzahlung im stationären Einzelhandel. Muss dagegen eine PIN eingegeben werden, sind es rund 30 Sekunden, und wenn eine Unterschrift fällig wird, sind es beinahe 40 Sekunden.

Mindestens ebenso interessant sind die Kosten für den Handel. Genau 0,242 Euro ergeben sich pro Barzahlung als Durchschnitt. Die Girokarte kommt dagegen auf 33 Cent, die Lastschrift auf 34 Cent, und mit der Kreditkarte ergibt sich rund ein Euro. Fazit daher: Bargeld ist im Einzelhandel bislang unschlagbar schnell und billig.

Größter Kostenfaktor dabei ist dabei die Kassierzeit, also der Personalaufwand, der für die Zeit zur Abwicklung des Bezahlvorgangs benötigt wird. Zudem fallen Kosten für die Hintergrundbearbeitung an, zum Beispiel für die Abrechnung. Ein weiterer Faktor sind Kosten für Ver- und Entsorgung, darunter fällt zum Beispiel der Aufwand um Wechselgeld zu bestellen oder Bargeld bei der Bank einzuzahlen.

Nur am Rande wurde in der Studie kontaktloses Zahlen ausgewertet, weil sich dieses Verfahren bisher in Deutschland – anders als zum Beispiel in Großbritannien – kaum durchgesetzt hat. Aber hier haben die Experten mit 25 Sekunden auch noch eine etwas längere Dauer gemessen als beim Bargeld.

Ganz anders sieht das Bild aus, wenn man statt pro Zahlungsvorgang pro Umsatz rechnet. Denn bar werden vor allem kleine Beträge gezahlt: Der Durchschnitt liegt bei 13 Euro. Mit der Girokarte sind es dagegen rund 50 Euro, mit der Kreditkarte im Schnitt sogar 57 Euro. Entsprechend sieht die Kostenstruktur aus. Mit rund 1,8 Prozent vom Umsatz sind Bargeld und Kreditkarten ähnlich teuer. Am besten kommt hier die Girokarte mit knapp 0,7 Prozent weg.

Die Bundesbank hat immer wieder darauf hingewiesen, dass Bargeld für die Verbraucher einen hohen Stellenwert hat. Der für Bargeld zuständige Vorstand Johannes Beermann betont, dass im stationären Einzelhandel immer noch drei Viertel aller Zahlungsvorgänge in Scheinen und Münzen erfolgen.

Der Anteil am Umsatz des Handels von jährlich 410 Milliarden Euro liegt bei mehr als der Hälfte – mit großen Unterschieden je nach Branche. In den Supermärkten dominiert die Barzahlung mit mehr als 60 Prozent. Aber selbst in Möbelgeschäften, wo es meist um größere Summen geht, liegt der Anteil noch bei etwa einem Drittel. Insgesamt kaufen die Deutschen übrigens pro Kopf rund 220-mal im Jahr ein und geben dabei im Durchschnitt 21 Euro aus.

Die Bundesbank hat für die Studie mit dem EHI Retail Institute zusammengearbeitet. Die Kosten wurden nicht aus Sicht der Verbraucher, sondern aus der Perspektive des Handels erfasst. Dabei haben die Experten die Dauer des Zahlungsvorgangs in Kosten übersetzt.

Und diese ist sehr umständlich definiert als „Nennung des Einkaufsbetrags bis zur Übergabe des Bonds und/oder des Zahlungsbelegs, Übergabe des Restgelds oder Schließen der Kassenlade“. Sie haben über 3000 Zahlungsvorgänge in 15 Geschäften ausgewertet, außerdem mit Vertretern von insgesamt 30 Läden längere Gespräche geführt. In die Kosten der Barzahlung ist auch der Transport zur Bank eingerechnet.

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