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Südamerika Argentinien bekommt weiteren Milliardenkredit vom IWF

Argentinien wird vom Internationalen Währungsfonds 5,7 Milliarden Dollar erhalten. Das Geld ist Teil eines im Juni beschlossenen Rettungspaketes.
Update: 26.10.2018 - 20:51 Uhr Kommentieren
Das südamerikanische Land steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Quelle: Reuters
Argentinien

Das südamerikanische Land steckt in finanziellen Schwierigkeiten.

(Foto: Reuters)

WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat dem finanziell angeschlagenen Argentinien im Rahmen seines Rettungsprogrammes eine weitere Tranche von 5,7 Milliarden Dollar freigegeben. Das teilte der IWF am Freitag mit. Die ausgezahlten Hilfen innerhalb des im Juni beschlossenen Rettungspaketes steigen damit auf 20,4 Milliarden Dollar.

Der Weltwährungsfonds hatte Argentinien am 20. Juni Finanzhilfen von rund 50 Milliarden Dollar gewährt, die nun auf knapp 57 Milliarden aufgestockt wurden. Vorausgegangen war eine Prüfung der Krisenbewältigungsstrategie in Argentinien durch Experten des in Washington ansässigen Fonds. Der IWF vergibt seine Hilfskredite in der Kunstwährung „Sonderziehungsrechte“ (SDR), weshalb die Umrechnung in US-Dollar schwanken kann.

Die Regierung des konservativen Präsidenten Mauricio Macri hat sich das Ziel gesetzt, 2019 das primäre Haushaltsdefizit - also unter Ausklammerung des Schuldendienstes – völlig abzubauen. Für das laufende Jahr wird mit einem Defizit von knapp drei Prozent des Bruttoinlandprodukts gerechnet.

Die Abgeordnetenkammer in Buenos Aires stimmte am Mittwoch der Haushaltsvorlage für 2019 zu, die starke Sparmaßnahmen vorsieht. Es fehlt noch die Abstimmung im Senat, die innerhalb der nächsten drei Wochen stattfinden soll. Bei der Debatte im Parlament kam es zu Demonstrationen vor dem Kongressgebäude, bei denen 27 Menschen vorübergehend festgenommen wurden und neun Polizisten verletzt wurden.

Argentinien hat sich in den letzten Jahren stark verschuldet. Die erhöhten internationalen Zinssätze und eine starke Abwertung des Peso bewegten die Regierung zur Anforderung der IWF-Hilfe.

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  • dpa
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