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Teuerungsrate Deutsche Inflation im Dezember nur bei 1,7 Prozent

Im Dezember sind die Verbraucherpreise in Deutschland nur um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Trotz des gesunkenen Ölpreises waren Energiekosten der wesentliche Treiber.
Update: 28.12.2018 - 14:18 Uhr Kommentieren
Für viele Produkte müssen Verbraucher aktuell mehr zahlen als vor einem Jahr. Quelle: dpa
Warenhauskasse in Berlin

Für viele Produkte müssen Verbraucher aktuell mehr zahlen als vor einem Jahr.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Inflation in Deutschland ist auf ein niedrigeres Niveau gesunken als zuletzt. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind die Verbraucherpreise im Dezember um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Wesentlicher Treiber waren erneut die Energiekosten. Im Jahresdurchschnitt 2018 lag die Inflation damit bei 1,9 Prozent.

Im Vergleich zum November dieses Jahres ist der Anstieg der Energiepreise stark zurückgegangen von 9,3 auf 4,8 Prozent. Auch der Anstieg der Nahrungsmittelpreise sank von 1,4 auf 1,0 Prozent.

Im Schnitt lagen die Verbraucherpreise im vergangenen November um 2,3 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Oktober 2018 markierte die Teuerung mit 2,5 Prozent noch den höchsten Wert seit September 2008. Damit bewegt sich die Inflation aber weiter deutlich über der Rate von knapp zwei Prozent, die die Europäische Zentralbank (EZB) in den Euro-Staaten als ideal für die Konjunktur ansieht.

Mitte Dezember hatten die EZB-Ökonomen ihre Inflationsprognose für das zu Ende gehende Jahr von 1,7 auf 1,8 Prozent angehoben. 2019 werden dagegen nur noch 1,6 Prozent erwartet, 2020 dann 1,7 Prozent und 2021 rund 1,8 Prozent.

In ihrer Sitzung Mitte dieses Monats hatten Europas Währungshüter auch entschieden, keine zusätzlichen Anleihen mehr zu kaufen. Nur noch bis zum Ende dieses Jahres steckt die Europäische Zentralbank (EZB) frische Milliarden in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen. Eine abrupte Kehrtwende nach Jahren im Anti-Krisen-Modus ist dennoch nicht zu erwarten: Den Leitzins im Euroraum hält die EZB auf dem Rekordtief von null Prozent, Geschäftsbanken bekommen somit Zentralbankgeld weiterhin zum Nulltarif. Die Wende hin zu höheren Zinsen wollen die Währungshüter frühestens im Herbst 2019 einläuten.

EZB-Chef Mario Draghi verwies auf zahlreiche Risiken für die Konjunktur - etwa den Handelsstreit oder Turbulenzen an den Finanzmärkten. Daher sollen die Zinsen auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent vorharren.

Die Inflation in der Euro-Zone ist bereits im November erstmals seit einem halben Jahr wieder unter die Zwei-Prozent-Marke gefallen. Die Verbraucherpreise stiegen um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat Mitte Dezember mitteilte. Eine erste Schätzung für November hatte noch 2,0 Prozent ergeben, nachdem es im Oktober 2,2 Prozent waren.

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