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Teuerungsrate im November Inflation in Deutschland bleibt schwach

Die Inflation in Deutschland stagniert im November bei 1,1 Prozent. Damit dürften auch die Zahlen für den Euro-Raum eher schwach ausfallen.
28.11.2019 Update: 28.11.2019 - 15:22 Uhr Kommentieren
Corona: Inflationsrate sinkt in Deutschland auf 1,4 Prozent Quelle: dpa
Waren im Supermarkt

Die Entwicklung der Verbraucherpreise ist ein wichtiger Gradmesser für die Währungshüter.

(Foto: dpa)

Wiesbaden Die neue EZB-Chefin Christine Lagarde hat eine schwierige Aufgabe übernommen. Eine der größten Herausforderungen für die Notenbankchefin ist die schwache Inflation im Währungsraum. Seit Jahren liegt diese unter dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Niveau von knapp zwei Prozent.

Die neuen Zahlen zur Inflation in Deutschland deuten darauf hin, dass sich daran so schnell nichts ändert. Im November stiegen die Verbraucherpreise hierzulande um 1,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Am Freitag dann legt das europäische Statistikamt Eurostat Zahlen für den gesamten Euroraum vor.

Die große Frage ist, ob sich die vor allem in zuletzt stärker gestiegenen Löhne in Deutschland, aber auch in anderen Euro-Ländern bald stärker auf die Preise niederschlagen. Wenn es dazu kommt, könnte die EZB ihr Inflationsziel zumindest auf längere Sicht erreichen.

Seit Jahren versucht die EZB die Inflation durch eine immer stärkere Lockerung der Geldpolitik anzuschieben. Im September beschloss sie, ihre umstrittenen Anleihekäufe im Volumen von monatlich 20 Milliarden Euro wieder auszunehmen und die bestehenden Negativzinsen für einen noch längeren Zeitraum zu zementieren.

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    „Wir gehen davon aus, dass die Unternehmen auf absehbare Zeit den steigenden Lohndruck – zumindest zum Teil – an die Endverbraucher weiterreichen werden,“ sagt Commerzbank-Ökonom Marco Wagner. Er verweist darauf, dass die Beschäftigung in Deutschland weiterhin zunimmt.

    Dies führe in Kombination mit der niedrigen Arbeitslosigkeit zu entsprechend höheren Lohnabschlüssen. Bislang übertragen sich die steigenden Löhne aber kaum auf die Preise. Ein Grund dafür ist vermutlich die schwache Konjunktur. Wegen des schwächeren Absatz zögern Unternehmen damit, ihre höheren Lohnkosten an die Verbraucher weiterzureichen.

    Im November wurde die Teuerung vor allem durch geringere Energiepreise gedämpft: Sie verbilligten sich um durchschnittlich 3,7 Prozent, da die Preise für leichtes Heizöl und Kraftstoffe wie Benzin fielen. Nahrungsmittel kosteten hingegen 1,8 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Dienstleistungen verteuerten sich mit 1,8 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich, darunter Wohnungsmieten um 1,4 Prozent.

    Nach Berechnungen der Commerzbank lag die um besonders schwankungsanfällig Preise für Energie und Nahrungsmittel bereinigte Kernrate im November bei 1,6 Prozent in Deutschland. Sie sei damit konstant geblieben. Für den Euroraum erwartet Commerzbank-Ökonom Wagner für November einen Anstieg der Kerninflation von 1,1 auf 1,3 Prozent. Hintergrund ist ein statistischer Sondereffekt. Eine Änderung der Methodik bei der Berechnung der Pauschalreisen dürfte die Rate maßgeblich nach oben drücken, schreibt er in einer aktuellen Analyse.

    Die neue EZB-Präsident Christine Lagarde hat eine Überprüfung der Strategie der Notenbank in den kommenden Monaten versprochen. Dabei kommt wahrscheinlich auch das Inflationsziel auf den Prüfstand und die Messmethode, an der sich die EZB orientiert.

    Mehr: Trotz Konjunkturschwäche haben die Banken im Euro-Raum zuletzt wieder mehr Kredite an Unternehmen vergeben. Nach Meinung einer Expertin ist das aber „nur ein kleiner Lichtblick“.

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