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Tokiko Shimizu Japans Notenbank hat ihre erste Geschäftsführerin

Tokiko Shimizu schreibt Geschichte: Die 55-Jährige arbeitet bei der japanischen Notenbank – einer Institution, in der es bisher kaum Frauen gibt. Ihr Aufstieg ist folgerichtig.
11.05.2020 - 18:33 Uhr Kommentieren
„Es ist immer noch hart für Frauen in Japan, auf Führungspositionen vorzurücken.“ Quelle: Bloomberg/Getty Images
Tokiko Shimizu

„Es ist immer noch hart für Frauen in Japan, auf Führungspositionen vorzurücken.“

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Tokio Seit 32 Jahren arbeitet Tokiko Shimizu bei der japanischen Notenbank. Nun schreibt sie Geschichte: Die 55-Jährige ist die erste Frau auf einem der sechs Geschäftsführerposten. Und das in einer Institution, in der nur 13 Prozent der Mitarbeiter weiblich sind. Künftig stimmt Shimizu zwar nicht über die Geldpolitik ab – dafür ist der geldpolitische Ausschuss zuständig, in dem seit Jahren regelmäßig Frauen mitentscheiden. Aber das Direktorat, dem sie angehören wird, arbeitet im Hintergrund gemeinsam mit den zwei Vizegouverneuren die Beschlüsse der Bank aus und führt sie durch.

Für Shimizu ist der Aufstieg nur folgerichtig. Die Ingenieurin qualifizierte sich rasch für eine höhere Laufbahn. Wie viele Führungskräfte von Notenbank und Ministerien durchlief sie die Universität Tokio. Als stellvertretende Chefin der Londoner Notenbank-Filiale sammelte sie die notwendige internationale Erfahrung, leitete später ein Team, das die Preisgestaltung von Optionen untersuchte. Mit dem späteren Notenbankchef Masaaki Shirakawa arbeitete sie an Methoden, wie die Notenbank die Liquidität von Regierungsanleihen verbessern konnte.

2010 machte Shimizu das erste Mal national von sich reden: Sie wurde damals zur ersten und jüngsten Leiterin einer heimischen Notenbankfiliale befördert. Seit 2018 führt sie die Filiale in der Millionenmetropole Nagoya, Japans industrielles Herzland, wo rund 15 Prozent der Produktion erwirtschaftet werden, inklusive Hauptstandort des größten Autobauers Toyota.

Frühere Äußerungen deuten darauf hin, dass Shimizu sich ihrer Vorreiterrolle bewusst ist. „Ich bin keine Superfrau“, sagte sie 2010, „aber es ist immer noch hart für Frauen in Japan, auf Führungspositionen vorzurücken.“ Vor 17 Jahren setzte sich die Regierung ein Quotenziel. Bis 2020 sollten 30 Prozent der Führungspositionen in Firmen weiblich besetzt werden. Laut einer Umfrage der Zeitung „Nikkei“ haben nur sechs Prozent der Unternehmen die Vorgabe erreicht. Shimizu kann indes noch weiter aufsteigen: Sie ist noch jung genug für die Gouverneursebene.

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