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Tschechien Tschechiens Notenbank erhöht erneut Leitzins

Die tschechische Nationalbank hat zum fünften Mal seit Sommer 2017 den Leitzins erhöht. Damit versucht sie eine Überhitzung der Konjunktur zu vermeiden.
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Beobachter hatten mit dem Schritt gerechnet, denn in Tschechien droht eine Überhitzung des Immobilienmarktes. Quelle: Wikimedia
Tschechische Nationalbank

Beobachter hatten mit dem Schritt gerechnet, denn in Tschechien droht eine Überhitzung des Immobilienmarktes.

(Foto: Wikimedia)

PragDie Tschechische Nationalbank hat ihre Geldpolitik wegen einer möglichen Überhitzung der Wirtschaft abermals gestrafft. Der Leitzins werde um 0,25 Prozentpunkte auf 1,50 Prozent erhöht, teilte die Notenbank am Mittwoch mit. Die Währungshüter in Prag hoben das Niveau damit schon zum fünften Mal seit dem Sommer 2017 an.

Keine andere Notenbank in Europa dreht derzeit schneller an der Zinsschraube. Zum Vergleich: Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte angekündigt, den Leitzins noch mindestens über den Sommer 2019 hinaus auf dem aktuellen Rekordtief zu lassen. Die Prager Zentralbank will verhindern, dass die Konjunktur im Land heiß läuft. Im vergangenen Jahr war die tschechische Wirtschaft vergleichsweise stark gewachsen.

Höhere Zinsen verteuern Kredite für Unternehmen sowie Verbraucher und begrenzen die Zunahme der Geldmenge. Zudem soll die Preisentwicklung gebremst werden, nachdem die Inflation über das anvisierte Ziel von zwei Prozent gestiegen war. Bei zwei Prozent Inflation halten Währungshüter Preisstabilität in der Regel für gewährleistet.

Beobachter hatten mit dem Schritt gerechnet, denn in Tschechien droht eine Überhitzung des Immobilienmarktes. „Ein ähnliches Tempo der Verschärfung der Geldpolitik haben wir zuletzt im Jahr 2007 gesehen“, erklärte ein Bankanalyst. Damals war die tschechische Wirtschaft unmittelbar vor dem Beginn der weltweiten Finanzkrise expandiert.

Tschechien hat mit der Krone eine eigene Währung. Zwischen Karlsbad (Karlovy Vary), Prag und Brünn (Brno) herrscht derzeit praktisch Vollbeschäftigung. Die Arbeitslosenquote lag nach Angaben von Eurostat im Juli bei 2,3 Prozent. Das war der niedrigste Wert unter allen 28 EU-Mitgliedstaaten. Die Kehrseite ist, dass Unternehmen über Schwierigkeiten klagen, qualifizierte Fachkräfte zu finden.

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  • dpa
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