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TV-Interview Trump schießt gegen Powell: Lieber Draghi an der Fed-Spitze

Donald Trump verleiht seiner Forderung nach niedrigen Zinsen zum wiederholten Male Ausdruck – und greift seinen Notenbankchef persönlich an.
26.06.2019 Update: 26.06.2019 - 16:37 Uhr Kommentieren
Der US-Präsident sieht Powell ungerne an der Spitze der Fed. Quelle: Reuters
Donald Trump und Jerome Powell

Der US-Präsident sieht Powell ungerne an der Spitze der Fed.

(Foto: Reuters)

Washington Der US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik am Kurs der US-Notenbank Fed und ihrem derzeitigen Chef, Jerome Powell, weiter verstärkt: Es wäre besser, Mario Draghi stünde an der Spitze der Notenbank, sagte Trump am Mittwoch in einem Interview mit dem Fox Business Network.

Der US-Präsident spricht sich seit einiger Zeit vehement für niedrigere Zinsen aus, stößt mit dieser Forderung bei Powell aber auf Granit. Dieser hatte wegen des Handelsstreits mit China zwar jüngst seine Bereitschaft zu einer Zinssenkung signalisiert. Auf ihrer geldpolitischen Sitzung vergangene Woche behielt die Fed aber ihren Leitzins bei 2,25 bis 2,5 Prozent, was Trump mit Unverständnis quittierte.

EZB-Präsident Mario Draghi wiederum hatte in der vergangenen Woche seine Bereitschaft für eine extrem lockere Geldpolitik signalisiert. Dabei hatte er erklärt, dass die Euro-Notenbank die Zinsen weiter senken und die Anleihenkaufprogramme erneut erweitern könnte – was Trumps Vorstellung von einer gelungenen Geldpolitik eher entgegenkommt.

In Richtung Powell sagte Trump: „Er muss die Zinsen für uns senken, um mit China zu konkurrieren.“ Auch andere Länder würden ihrer Wirtschaft unter die Arme greifen. Werteten diese ihre Währungen ab und die USA nicht, würden für die USA nicht mehr länger die gleichen Bedingungen gelten.

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    Die Verbalattacke gegen den US-Notenbankchef war damit nicht beendet: Powell leiste „schlechte Arbeit“, während Länder wie China ihre Wirtschaft unterstützen würden, so Trump. Er glaube, er habe das Recht, Powell zu feuern oder zu degradieren, sagte der US-Präsident außerdem, fügte allerdings hinzu: „Ich habe niemals nahegelegt, dass ich das tun werde.“

    Powell hatte am Dienstag bei einer Veranstaltung in New York die Unabhängigkeit der Notenbank betont. Die Fed sei immun gegen kurzfristigen politischen Druck. Wegen der anhaltenden Angriffe müssen die Währungshüter aufpassen, dass eine Umstellung auf eine lockerere Geldpolitik an den Börsen nicht als Einknicken vor Trump gewertet wird.

    Mehr: Fed-Chef Jerome Powell antwortet auf die Attacken des US-Präsidenten Donald Trump. Dabei spielt er die Möglichkeit von Zinssenkungen herunter.

    Mit Agenturmaterial

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