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Umfrage EZB dürfte Zinserhöhung wegen schwächerer Konjunktur hinauszögern

Volkswirte rechnen erst im Jahr 2020 mit dem nächsten Zinsschritt. Zur Zeit wird die EZB von schwächeren Konjunkturaussichten gebremst.
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Volkswirte glauben nicht, dass die EZB den Leitzins in naher Zukunft erhöhen wird. Quelle: dpa
EZB

Volkswirte glauben nicht, dass die EZB den Leitzins in naher Zukunft erhöhen wird.

(Foto: dpa)

FrankfurtNach der jüngsten Serie schwacher Konjunkturdaten wird die EZB Volkswirten zufolge voraussichtlich eine Zinserhöhung hinauszögern. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht, rechnen Ökonomen inzwischen erst im vierten Quartal damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Strafzinsen für Geschäftsbanken leicht abmildert. Noch vor einem Monat wurde dies im dritten Quartal erwartet. Mit einer Erhöhung des Leitzinses rechnen die Experten erst innerhalb der ersten drei Monate des Jahres 2020.

In der Euro-Zone hatten sich zuletzt die Anzeichen für eine Verlangsamung des Wachstums verstärkt. So schaffte die deutsche Wirtschaft - die größte im Währungsraum - von Oktober bis Dezember nur ein kleines Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP). In der gesamten Euro-Zone legte das BIP zwischen Juli und September nur noch um 0,2 Prozent zu. Damit halbierte sich das Wachstum zum Frühjahr. EZB-Präsident Mario Draghi zeigte sich zuletzt über die Konjunkturentwicklung besorgt.

Laut dem Mittelwert in der Umfrage gehen Ökonomen nun davon aus, dass die Euro-Wächter erst im vierten Quartal ihren Einlagensatz auf minus 0,2 Prozent von aktuell minus 0,4 Prozent anheben. Für die Erhebung wurden 61 Antworten ausgewertet. Ein negativer Satz bedeutet, dass Geldhäuser Strafzinsen zahlen müssen, wenn sie bei der EZB über Nacht überschüssige Liquidität parken. Erst im Auftaktviertel 2020 wird die Notenbank der Umfrage zufolge dann ihren Leitzins auf 0,2 Prozent von aktuell 0,0 Prozent erhöhen. Die EZB hatte zuletzt im Jahr 2011 ihre Zinsen nach oben gesetzt - damals noch unter dem Präsidenten Jean-Claude Trichet.

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