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Unter der EZB-Zielmarke Inflation in Deutschland sinkt im Dezember auf 1,6 Prozent

Vor allem weil Energie sich deutlich langsamer verteuerte, ist die deutsche Inflation im Dezember deutlich unter die EZB-Zielmarke gefallen.
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Die EZB strebt eine Inflation von knapp zwei Prozent als Idealwert an. Quelle: dpa
Europäische Zentralbank

Die EZB strebt eine Inflation von knapp zwei Prozent als Idealwert an.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Inflation in der Euro-Zone ist vor der Jahreswende deutlich unter die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) gesunken. Da sich Energie nicht mehr so kräftig verteuerte legten die Verbraucherpreise im Dezember binnen Jahresfrist nur noch um 1,6 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte.

Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt. Noch im November hatte die Inflationsrate mit 1,9 Prozent im Zielbereich der EZB gelegen, die knapp zwei Prozent als Idealwert für die Wirtschaft anpeilt.

Zwar sorgte Energie weiterhin für den stärksten Preisauftrieb. Doch die Preise stiegen hier mit 5,4 Prozent deutlich geringer als noch im November mit 9,1 Prozent.

Verarbeitete Lebensmittel einschließlich Alkohol und Tabak verteuerten sich um 1,7 Prozent. Auch hier war der Preisauftrieb im November mit 2,0 Prozent noch stärker. Dienstleistungen verteuerten sich um 1,3 Prozent.

Lockere Geldpolitik der EZB

Um die aus ihrer Sicht unerwünscht niedrige Inflation anzuheizen hatte die EZB seit März 2015 in großem Stil Staatsanleihen und andere Wertpapiere erworben. Die auf mehr als 2,6 Billionen Euro angeschwollenen Käufe wurden aber im Dezember eingestellt. Inzwischen werden nur noch auslaufende Papiere wieder ersetzt.

Dennoch bleibt die Geldpolitik sehr locker. Ihre Leitzinsen wollen die Währungshüter noch bis mindestens über den Sommer hinaus nicht erhöhen. Der Schlüsselsatz liegt bereits seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

  • rtr
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