Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

US-Geldpolitik Trump will Fed-Kritikerin zur Gouverneurin der Notenbank machen

Die Ökonomin Judy Shelton hat sich für eine neue Form des Gold-Standards ausgesprochen. Auf den zweiten freien Platz will Trump Christopher Waller von der Fed in St. Louis nominieren.
Update: 03.07.2019 - 05:26 Uhr Kommentieren
Trump hatte die Zinspolitik der Fed unter Notenbankchef Jerome Powell in der Vergangenheit wiederholt scharf kritisiert. Quelle: dpa
Donald Trump

Trump hatte die Zinspolitik der Fed unter Notenbankchef Jerome Powell in der Vergangenheit wiederholt scharf kritisiert.

(Foto: dpa)

New York US-Präsident Donald Trump startet einen neuen Angriff auf die amerikanische Notenbank. Er habe vor, die Ökonomin Judy Shelton für das Amt der Gouverneurin der Federal Reserve zu nominieren, teilte er am Dienstagabend über Twitter mit. Shelton hat Trump im Wahlkampf 2016 in wirtschaftlichen Fragen beraten und ist nun bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.

Shelton ist eine lautstarke Kritikerin der Notenbank. Sie hat sich in einem Interview mit der „Financial Times“ für eine neue Form des Goldstandards ausgesprochen, von dem sich die USA bereits Anfang der 1970er Jahre verabschiedet haben. Wenn sich die Verantwortlichen dann „in Mar-a-Lago treffen, wäre das großartig“, fügte Shelton hinzu. Sie meint damit Trumps Golfclub in Florida, das er in der Vergangenheit immer wieder auch für offizielle Veranstaltungen nutzte.

Der Republikaner führt schon seit über einem Jahr einen beispiellosen Streit mit Jerome Powell, dem von ihm ernannten Chef der US-Notenbank. Trump fordert von Powell, die Zinsen zu senken, um den Aufschwung in den USA nicht zu gefährden. Bislang hat Powell stets auf die Unabhängigkeit der Notenbank verwiesen und die Zinsen stabil gehalten. Shelton hat sich dafür ausgesprochen, die Zinsen „so schnell wie möglich zu senken“, liegt damit also voll auf Trump-Linie.

Auf den zweiten freien Platz im obersten Führungsgremium der Fed will der Präsident den Ökonomen Christopher Waller nominieren, er leitet die Forschungsabteilung der regionalen Fed in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Von 1998 bis 2003 war er Research Fellow am Zentrum für Europäische Integrationsforschung in Bonn.

Waller hat sich öffentlich noch nicht über die künftige Richtung des Leitzinses geäußert. Der Präsident der regionalen Notenbank, James Bullard, war bei der jüngsten Fed-Sitzung im Juni jedoch das einzige Mitglied, das sich für eine Senkung ausgesprochen hat.

Nachdem Trump die Kandidaten offiziell nominiert, müssen sie noch vom Senat bestätigt werden.

Mehr: Donald Trump verleiht seiner Forderung nach niedrigen Zinsen zum wiederholten Male Ausdruck – und greift seinen Notenbankchef persönlich an.

Finance Briefing
Startseite

Mehr zu: US-Geldpolitik - Trump will Fed-Kritikerin zur Gouverneurin der Notenbank machen

0 Kommentare zu "US-Geldpolitik: Trump will Fed-Kritikerin zur Gouverneurin der Notenbank machen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote