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US-Notenbank Die Angst vor niedriger Inflation

Die US-Notenbank spürt Gegenwind bei der Normalisierung der Geldpolitik. Fed-Chefin Janet Yellen wird sich davon aber nicht beirren lassen.
3 Kommentare
Gegen eine zu schnelle Zinserhöhungen spricht aber vor allem die niedrige Inflation. Quelle: Reuters
USA

Gegen eine zu schnelle Zinserhöhungen spricht aber vor allem die niedrige Inflation.

(Foto: Reuters)

New YorkDie Geldpolitik von Janet Yellen kann man mit der Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel vergleichen: sehr geduldig und zugleich doch zielstrebig und unbeirrt von Kritik oder Rückschlägen. Bei der Sitzung der US-Notenbank (Fed) am Dienstag und Mittwoch blieben die Leitzinsen wie erwartet unverändert.

In der kurzen Stellungnahme nach der Sitzung fiel der Hinweis auf die niedrige Inflation recht deutlich aus: Sie sei im Laufe des Jahres sogar gefallen und werden sehr genau beobachtet. Nach der Sitzung gab es keine Pressekonferenz, so dass Fed-Chefin Yellen keine weitergehende, persönliche Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung abgegeben hat.
Man kann davon ausgehen, dass Yellen bis zum Ablauf ihrer vierjährigen Amtszeit Anfang kommenden Februars die Notenbank noch möglichst weit auf dem Weg zur Normalisierung bringen möchte. Daher ist es immer noch gut möglich, dass sie im Dezember die Zinsen weiter erhöht.

Zuletzt hat sich abgezeichnet, dass US-Präsident Donald Trump ihr keine zweite Amtszeit gönnt, sondern wahrscheinlich den langjährigen Fed-Gouverneur Jerome Powell als ihren Nachfolger vorschlägt. Powell dürfte Yellens vorsichtigen Kurs fortsetzen.
Der Leitzins liegt zurzeit in einer Spanne zwischen 1,0 und 1,25 Prozent und ist im laufenden Jahr bereits zweimal um jeweils einen Viertel Prozentpunkt erhöht worden. Die US-Wirtschaft läuft gut, im dritten Quartal erreichte das Wachstum drei Prozent. Die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Gegen zu schnelle Zinserhöhungen spricht aber vor allem die niedrige Inflation, die seit langem deutlich unterhalb des angestrebten Wertes von zwei Prozent pendelt. Aber der nächste Schritt im Dezember ist weiterhin möglich.

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3 Kommentare zu "US-Notenbank: Die Angst vor niedriger Inflation"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es ist so: Yellen hat ganz einfach nicht genug "gedruckt". Auch ein Präsident, den die Märkte lieben (im Gegensatz zu den linksverstrahlten Medien) und der selber aus der wichtigsten Branche kommt, die die Inlandsnachfrage in den USA nach 2008 am meisten wieder angekurbelt hat (nämlich die Baubranche), kann nämlich die Mathematik nicht besiegen:
    https://fred.stlouisfed.org/series/GFDEBTN
    Für dieses "mathematische Problem" gibt es zwei "Lösungen":
    1. Default on the debt
    2. Inflate the debt away
    Lösung Nummer 1 ist sowohl für die meisten (Mainstream-)Ökonomen als auch für Trump ausgeschlossen. Man besitzt ja schließlich auch die WeltLEIDwährung - und dann hat "Maestro" Alan Greenspan bereits vor einigen Jahren klargestellt:
    "The United States can pay any debt it has because we can always print money to do that. So there is ZERO probability of default."
    https://www.youtube.com/watch?v=q6vi528gseA
    Um Steuersenkungspläne realisieren zu können, kann man jedoch keine FED-Chefin gebrauchen, die die Leitzinsen sukzessive erhöht und damit auch die Zinszahlungen für die Staatsschulden der USA stark verteuert.
    Also wird sich Trump einen neuen FED-Chef suchen, der wieder mehr "druckt", um die erste "Lösung" zu verhindern.

  • "Zuletzt hat sich abgezeichnet, dass US-Präsident Donald Trump ihr keine zweite Amtszeit gönnt, sondern wahrscheinlich den langjährigen Fed-Gouverneur Jerome Powell als ihren Nachfolger vorschlägt. Powell dürfte Yellens vorsichtigen Kurs fortsetzen."

    Wenn Frau Yellens Kurs weitergeführt wird, warum soll sie dann ausgetauscht werden? Gibt es da etwa ein gutdotiertes Pöstchen für einen Freund zu vergeben?

  • Wozu musste man wieder einen Blumenstrauss an die Kanzlerin
    unbedingt in diesen Artikel einpacken?