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US-Notenbank Die Geldpolitik allein kann die US-Wirtschaft nicht retten

US-Präsident Trump suggeriert, dass die Fed von einem Verräter geführt wird. Doch auch ihm muss klar werden: Die Geldpolitik allein kann nicht für den Konjunkturschub sorgen.
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US-Notenbankchef Jerome Powell ist das Ziel der Attacken von US-Präsident Donald Trump. Quelle: dpa
US-Notenbank

US-Notenbankchef Jerome Powell ist das Ziel der Attacken von US-Präsident Donald Trump.

(Foto: dpa)

New York City Die Kritik an Jay Powell hat eine neue Stufe erreicht. Nach der Rede des US-Notenbankchefs beim Spitzentreffen der Geldpolitiker in Jackson Hole stellte US-Präsident Donald Trump eine giftige, rhetorische Frage auf Twitter. „Wer ist unser größerer Feind, Jay Powell oder Präsident Xi?“

Dabei signalisierte der Fed-Chef durchaus die Bereitschaft zu neuen Zinssenkungen, wenn auch nicht so deutlich, wie es Trump wohl gern gehört hätte.

Doch auch wenn der Präsident suggeriert, dass die Notenbank seines Landes von einem Verräter geführt wird, muss ihm klar werden: Die Geldpolitik allein kann nicht für den Konjunkturschub sorgen, den Trump für seine Wiederwahl im kommenden Jahr benötigt.

Der Handelsstreit mit China, der ebenfalls gerade eine neue Stufe erreicht hat, wird die Wirtschaft verunsichern, egal wie die Zinspolitik der Fed aussieht. Trump untermauerte am Samstag seine Forderung, dass US-Unternehmen sich aus China abwenden und lieber in den USA produzieren sollen.

Das hatte er am Freitag bereits nach Powells Rede zum ersten Mal getwittert und die Märkte damit zusätzlich verunsichert. Der Effekt von Powells Zinssenkung Ende Juli, der ersten seit der Finanzkrise, ist damit verpufft.

Dabei gäbe es andere Möglichkeiten, die US-Wirtschaft weiter zu befeuern. Noch Anfang vergangener Woche war eine Senkung der Lohnsteuern im Gespräch, die Trump dann wenige Tage später wieder abblies. Für eine internationale Koordination, ähnlich wie nach der Finanzkrise, hätte es am Wochenende beim Treffen der G7 in Frankreich Gelegenheit gegeben.

Doch auch wenn sich Trump am Samstag überraschend positiv über das Treffen der wichtigsten demokratischen Industriestaaten äußerte: Bislang hat er immer Alleingänge vorgezogen.

Was Powell angeht, hat Trump ebenfalls nachgelegt. Falls der von ihm benannte Fed-Chef zurücktreten wolle, „würde ich ihn nicht stoppen“, sagte der US-Präsident. Das würde am Grundproblem nichts ändern. Im Gegenteil, es würde nur noch zu mehr Verunsicherung führen.
Mehr: Mit einer Zinssenkung durch die US-Notenbank will Trump der US-Wirtschaft einen Schub geben. Die Fed warnt wiederum vor den Folgen des Handelsstreits.

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