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US-Notenbank Fed-Chef Powell unterstreicht abwartende Haltung in der Zinspolitik

Der Chef der amerikanischen Notenbank hat keine Eile, die Zinsen anzuheben. Laut Powell hat die geduldige Zinspolitik der Fed nichts mit Trump zu tun.
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Das US-Finanzsystem ist laut Powell erheblich widerstandsfähiger und stärker als vor der Krise vor zehn Jahren. Quelle: AP
Jerome Powell

Das US-Finanzsystem ist laut Powell erheblich widerstandsfähiger und stärker als vor der Krise vor zehn Jahren.

(Foto: AP)

WashingtonUS-Notenbankchef Jerome Powell hat seine abwartende Haltung in der Geldpolitik bekräftigt. Er sagte am Sonntag dem Sender CBS, die Zentralbank sei nicht in Eile die Zinsen zu ändern. Deren Niveau sei „angemessen“ und „ungefähr neutral“. Das Zinsniveau wird als neutral bezeichnet, wenn es die Wirtschaft weder stimuliert noch bremst.

Powell betonte, nun müsse beobachtet werden, wie sich die Konjunkturabkühlung in China und Europa auf die USA auswirke. Es seien aber keine sehr negativen Auswirkungen wahrscheinlich. Powell ergänzte, das heimische Finanzsystem sei inzwischen erheblich widerstandsfähiger und stärker als vor der Krise vor zehn Jahren.

Im vergangenen Jahr hatte die US-Notenbank (Fed) den Leitzins vier Mal angehoben. Damit zog sie scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump auf sich, der die Fed unter anderem als „verrückt“ bezeichnete. Powell sagte dazu nun, es wäre nicht angemessen, würde er sich zu Trumps Bemerkungen direkt äußern.

Er unterstrich allerdings, das Gesetz gebe dem Präsidenten nicht das Recht, ihn wegen eines Streits über die Geldpolitik zu entlassen. Die aktuelle „geduldige“ Zinspolitik der Fed habe nichts mit Trump zu tun. Die Notenbank ziehe in gar keinem Fall „politische Erwägungen“ bei ihren Entscheidungen in Betracht, sagte Powell.

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