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US-Notenbank Fed warnt vor Gefahren für US-Wirtschaft durch Handelsstreit

Mit einer Zinssenkung durch die US-Notenbank will Trump der US-Wirtschaft einen Schub geben. Die Fed warnt wiederum vor den Folgen des Handelsstreits.
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Die Präsidentin des regionalen Fed-Ablegers in Cleveland, Loretta Mester, warnt vor einem „großen Abwärtsrisiko“. Quelle: Reuters
Loretta Mester

Die Präsidentin des regionalen Fed-Ablegers in Cleveland, Loretta Mester, warnt vor einem „großen Abwärtsrisiko“.

(Foto: Reuters)

Jackson Hole Nach der weiteren Zuspitzung des Handelsstreits zwischen den USA und China warnt eine Vertreterin der US-Notenbank vor Gefahren für die US-Wirtschaft. Je mehr dieser Handelskrieg eskaliere, desto mehr müsse das für ein Szenario eines schwachen Wachstums berücksichtigt werden, sagte die Präsidentin des regionalen Fed-Ablegers in Celveland, Loretta Mester, am Samstag am Rande der Fed-Konferenz in Jackson Hole der Nachrichtenagentur Reuters. Wenn es viele Unsicherheiten gebe, vor allem von der Handelsseite, würden viele Unternehmer und Verbraucher erwägen, sich besser zurückzuhalten: „Ich glaube, hier gibt es ein großes Abwärtsrisiko.“

Ob der Handelsstreit und andere politischen Entwicklungen die US-Wirtschaft unter das erwartete Wachstum von zwei Prozent drücken würden, sei noch unklar, sagte Mester. Bis zur nächsten Zinssitzung der Notenbank seien aber noch drei Wochen Zeit. Bis dahin werde es mehr Daten geben, die über den Zustand der Wirtschaft Auskunft geben könnten, „Es wäre schlecht, auf Dinge zu reagieren, die den Ausblick noch nicht beeinträchtigt haben.“

Die Fed um ihren Chef Jerome Powell sieht sich sehr großem Druck von US-Präsident Donald Trump ausgesetzt, die US-Zinsen von derzeit 2,0 bis 2,25 Prozent um mindestens einen Prozentpunkt zu senken. Trump will damit der Wirtschaft einen Schub geben.

Powell hatte zuletzt am Freitag aber offen gelassen, ob er zu einer Zinssenkung im September bereit wäre. Er hatte lediglich gesagt, die Fed werde angemessen handeln, um die Konjunktur zu stützen. Aktuell befinde sich die Wirtschaft aber in einer „günstigen Position“. Trump hatte daraufhin getwittert, man müsse sich Fragen, wer eigentlich der größte Feind der USA sei: Powell oder der chinesische Präsident Xi Jinping.

Kurz danach hatte sich auch der Handelsstreit der USA mit China unerwartet zugespitzt. Die chinesische Führung hatte höhere Zölle auf US-Importgüter angekündigt, woraufhin Trump erklärte, er werde unmittelbar antworten. Allein dies setzte die Kurse an den Börsen stark unter Druck.

Nach Handelsschluss an der Wall Street kündigte Trump dann eine Anhebung schon bestehender Sonderzölle an. China warnte die USA am Samstag wiederum, die Situation nicht falsch einzuschätzen. Nun wird mit Spannung erwartet, wie die Börsen darauf am Montag reagieren. Der Streit lastet seit vielen Monaten auf den Kursen, weil er die Weltwirtschaft beeinträchtigt.

Mehr: Rezessionsängste lassen die Börsenkurse fallen. Verdichten sich die Anzeichen, wären die Aktienmärkte weiter belastet. Andere Risiken sind weniger kalkulierbar.

  • rtr
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