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US-Notenbank Fed will Anleihekäufe bis April fortsetzen

Die US-Notenbank will weiter kurzläufige Anleihen kaufen, um Liquiditätsengpässen vorzubeugen. Dies könnte noch bis ins zweite Quartal andauern.
29.01.2020 Update: 29.01.2020 - 22:01 Uhr Kommentieren
Der Fed-Chef erläutert am Mittwochabend die Zinsentscheidung. Quelle: AFP
Jerome Powell

Der Fed-Chef erläutert am Mittwochabend die Zinsentscheidung.

(Foto: AFP)

Frankfurt Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will ihre Käufe von kurzfristigen Staatsanleihen in Höhe von monatlich 60 Milliarden Dollar bis April hinaus fortsetzen. Das sagte der Fed-Chef Jerome Powell auf seiner Pressekonferenz nach der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der Notenbank (FOMC) am Mittwoch. „Wir gehen davon aus, dass die Reserven im zweiten Quartal ein ausreichendes Niveau erreichen werden“, so Powell.

Anders als nach der Finanzkrise will die Fed mit ihren Anleihekäufen nicht die Wirtschaft ankurbeln. Damals hatte sie vor allem langlaufende Papiere gekauft, um die langfristigen Zinsen zu senken und so das Wachstum zu stützen. Bei den aktuellen Käufen betont die Fed, dass diese rein technischer Natur seien, um Liquiditätsengpässe am Geldmarkt zu vermeiden.

Trotz der unterschiedlichen Begründung glauben nicht wenige Investoren dennoch, dass die Fed mit ihren Käufen das Wachstum und den US-Aktienmarkt stützt. Daher wird an den Märkten sehr genau verfolgt, wie es damit weitergeht.

„Während die Auflage eines Wertpapier-Kaufprogramms einer Notenbank von den Märkten gemeinhin begrüßt wird, ist ein Ausstieg immer schwierig. Die Situation wird daher genau zu beobachten sein“, meint Franck Dixmier von Allianz Global Investors. Powell signalisierte am Mittwoch, dass die Fed die Käufe im zweiten Quartal beenden will. Die Operationen würden schrittweise heruntergefahren.

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    Die Notenbank beließ außerdem wie erwartet den Leitzins im Korridor von 1,5 bis 1,75 Prozent. Die Entscheidung im geldpolitischen Ausschuss der Fed (FOMC) fiel wie schon im Dezember einstimmig. Alle zehn Mitglieder trugen sie mit. Im Oktober, als die Fed zuletzt die Zinsen gesenkt hat, gab es noch zwei Gegenstimmen. Von Analysten war die Entscheidung weitgehend erwartet worden.

    Friedrich Heinemann, Ökonom vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), hält die Zurückhaltung der Fed für berechtigt. „Die exzellente Arbeitsmarktlage und ein solides Wachstum bei wieder höherer Inflation geben vorerst keinen Anlass für eine weitere Zinssenkung“, kommentierte er.

    Geld parken lohnt sich für Banken mehr

    Allerdings justierte die Fed nun beim Schlüsselsatz für die bei ihr deponierten Überschussreserven der Banken nach: Der im Fachjargon IOER genannte Satz wurde leicht von 1,55 auf 1,60 Prozent erhöht. Die Maßnahme gilt als Versuch, den am Interbankenmarkt fälligen Preis des Geldes stärker an die Mitte der angepeilten Leitzins-Spanne anzunähern. Zuletzt lag er eher im unteren Bereich des Korridors.

    Die Fed hatte 2019 den Leitzins drei Mal gesenkt – zuletzt im Oktober, auch wegen der mit dem Zollstreit verbundenen Unsicherheiten. Eine Teileinigung zwischen China und den USA sorgte mittlerweile für Erleichterung. Fed-Chef Powell hat signalisiert, dass die Fed auf Sicht fahren will, solange die Wirtschaft rund läuft und die Inflation im Rahmen bleibt.

    Die Fed sieht die Wirtschaft weiter in der Spur: Das Wachstum sei moderat und der Arbeitsmarkt stabil. Auch für die Weltwirtschaft geht Powell inzwischen wieder von etwas besseren Aussichten aus.

    Allerdings verwies der Fed-Chef auch auf weiter bestehende Risiken. „Unsicherheiten über die weiteren Aussichten bleiben – einschließlich der Risiken, die mit dem Coronavirus zusammenhängen“, sagte Powell. Dieser werde sicherlich kurzfristig Einfluss auf die chinesische Volkswirtschaft haben.

    Mehr: Bundesbank-Vorstand warnt deutsche Banken: Joachim Wuermeling fordert von Banken in Deutschland weitere Anpassungen.

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