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US-Notenbank Moderates Wachstum – Fed mit positiven Konjunkturaussichten

Die US-Notenbank ist bereit für eine Zinssenkung. In ihrem neuesten Konjunkturbericht schlägt die Fed trotz des Handelsstreits mit China aber nicht Alarm.
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Die Finanzmärkte rechnen bereits für das Monatsende mit einem ersten Zinsschritt nach unten. Quelle: AFP
Fed-Chef Jerome Powell

Die Finanzmärkte rechnen bereits für das Monatsende mit einem ersten Zinsschritt nach unten.

(Foto: AFP)

Washington Trotz Sorgen wegen des Zollkonflikts sind die kurzfristigen Aussichten für die US-Wirtschaft laut dem jüngsten Konjunkturbericht der Notenbank durchaus positiv. Die Wirtschaft habe zwischen Mitte Mai und Anfang Juni weiter mit gemäßigtem Tempo zugelegt, teilte die Zentralbank Fed am Mittwochabend in ihrem „Beige Book“ mit.

Die von der Fed befragten Wirtschaftskontakte gingen auch für die kommenden Monate von einem weiter moderaten Wachstumstempo aus: „Und dies trotz weit verbreiteter Sorgen über mögliche negative Folgen der mit dem Handel verbundenen Unsicherheit“, heißt es in dem Bericht.

Diese Sorge griff auch die Chefin des Fed-Bezirks Kansas City, Esther George, auf: Sie sagte auf einer Agrar-Konferenz, die größten Abwärtsrisiken für die US-Wirtschaft rührten von der Unsicherheit um den Zollkonflikt und der globalen Konjunkturabkühlung her. Sie sei bislang Befürworterin stabiler Zinsen gewesen. Doch könne sie ihre Ansichten ändern, sollten einige der Risiken auf die Wirtschaft durchschlagen.

Für das zweite Quartal rechnen Ökonomen mit einem deutlich langsameren Wachstumstempo. Demnach dürfte die Wirtschaft aufs Jahr hochgerechnet nur noch um 1,9 Prozent zugelegt haben, nach einem Plus von 3,1 Prozent zu Jahresbeginn. Der Fed-Ableger im Bezirk Atlanta geht sogar von nur 1,6 Prozent aus.

Die US-Notenbank ist vor diesem Hintergrund zu einer Zinssenkung bereit. Die Finanzmärkte rechnen bereits für das Monatsende mit einem ersten Schritt nach unten. Derzeit liegt das Zinsniveau in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent.

Mehr: US-Präsident Trump wirft Europäern und Chinesen vor, ihre Währungen zu manipulieren. Das schürt Sorgen vor einem Währungskrieg – das Risiko ist beträchtlich.

Finance Briefing
  • rtr
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