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US-Notenbank Yellen hät Zeitpunkt der Zinswende offen

Die US-Notenbank wird laut ihrer Chefin Janet Yellen noch dieses Jahr mit Zinserhöhungen beginnen, falls sich die wirtschaftliche Erholung der Vereinigten Staaten fortsetzt. Allerdings schwächte sie ihre Ankündigung ab.
15.07.2015 - 15:28 Uhr 2 Kommentare
Die US-Notenbank Federal Reserve in Washington, DC. Unter den Notenbankern herrscht Uneinigkeit über den Zeitpunkt der Zinswende. Quelle: AFP
US-Notenbank Federal Reserve in Washington, DC.

Die US-Notenbank Federal Reserve in Washington, DC. Unter den Notenbankern herrscht Uneinigkeit über den Zeitpunkt der Zinswende.

(Foto: AFP)

Washington Trotz Störfeuers aus dem Ausland sieht US-Notenbankchefin Janet Yellen den Weg für eine Zinserhöhung in diesem Jahr frei. Falls sich die heimische Wirtschaft wie erwartet weiterentwickle, sei ein Zinsschritt nach oben irgendwann 2015 angemessen, sagte Yellen am Mittwoch vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses laut vorab veröffentlichtem Redetext. Trotz der weiterhin schwierigen Lage in Griechenland und den Problemen in China nach dem großen Kursrutsch an der Börse stünden die Aussichten gut, dass sich die Lage am US-Arbeitsmarkt und in der amerikanischen Gesamtwirtschaft weiter verbessere.

Die Bedeutung der Zinserhöhung sollte aber nicht überbewertet werden, erklärte die Fed-Chefin. Denn die Zinsen würden nach einer ersten Erhöhung für geraume Zeit auf sehr niedrigem Niveau bleiben.Derzeit stehen die Bedingungen am Jobmarkt jedoch noch nicht im Einklang mit Vollbeschäftigung, wie Yellen betonte. Sie gab ähnlich wie jüngst in einer Rede in Cleveland kein Signal, ob eine Zinswende eher im September oder erst im Dezember zu erwarten ist.

Die Führungsspitze der Fed ist in dieser Frage derzeit uneins. Der Leitzins liegt seit dem Höhepunkt der Welt-Finanzkrise Ende 2008 auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent.

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    2 Kommentare zu "US-Notenbank: Yellen hät Zeitpunkt der Zinswende offen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die Fed muss sich langsam Überlegen ob sie noch Glaubwürdig ist. Unter Bernakie hieß es, wenn die Arbeitslosenquote bei od. unter 6.5 % ist, heute ist sie unter 5.5%. Danach hiess es, ja aber die Inflationsrate muss noch bei 2% sein, haben sie wohl von der EZB abgeschaut. Plötzlich musste noch der Lohnzuwächs stimmen. Was ist das nächste, bis man anfängt die Zins anzuheben und zu normalen Verhälltnissen kommt.
      Oder ist der Druck von der Oberschicht zu groß, damit sie sich mit billigem Geld eindecken können.

    • Nein, nicht so ganz. Immerhin sagt sie in ihrem Papier zum gegenwärtigen Speech vor dem Congress ebenso wie nun im Gespräch mit den Senatoren, daß die Fed auf jeden Fall in diesem Jahr den Zins erhöhen wird, weil davon übereinstimmend ausgegangen wird, daß die Zahlen beständig besser werden.

      Das zeigte sich währenddessen in den aktuellen besseren heutigen Zahlen zu PPI, Industr. Prod., Emp.State Ind.und Capacity Utili.

      Also sieht sich Yellen endlich in der Lage, die Zinsen anzuheben - so etwa ihre Worte.
      Damit belegt sich der Wunsch, endlich zu "normalen Verhältnissen zurück zu kehren", was impliziert, daß die gegenwärtigen Verhältnisse nicht normal sind, was sicher zutrifft.

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