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US-Ökonomin Judy Shelton sorgt für neuen Zündstoff bei der Fed

Die umstrittene Ökonomin hat eine große Hürde auf dem Weg in die US-Notenbank genommen. Ihr werden gute Chancen auf den Chefposten eingeräumt.
22.07.2020 - 17:02 Uhr Kommentieren
Sie ist Trumps Kandidatin für die amerikanische Notenbank Fed. Quelle: Bloomberg
Judy Shelton

Sie ist Trumps Kandidatin für die amerikanische Notenbank Fed.

(Foto: Bloomberg)

Washington Eines hat Judy Shelton bewiesen: Sie hat Ausdauer und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Seit über einem Jahr ist die Ökonomin für einen der offenen Gouverneursposten im Führungsgremium der US-Notenbank Federal Reserve im Gespräch. Schon seitdem US-Präsident Donald Trump sie im Januar 2019 nominiert hat, gibt es deutliche Kritik an ihrer Person – auch von Trumps Republikanern.

Doch die 66-Jährige, die zuvor bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung arbeitete, ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen – und ist dem Posten bei der Fed nun einen großen Schritt näher gekommen. Am Dienstag bekam sie die nötigen Mehrheiten im Bankenausschuss des Senats.

Nun muss die gesamte Kammer noch abstimmen, in der die Republikaner die Mehrheit haben. Dabei hatte Shelton noch im Februar bei einer Anhörung im Bankenausschuss für reichlich Verstimmung gesorgt, vor allem mit ihrer Nähe zum Präsidenten, für den sie im Wahlkampf 2016 als Beraterin tätig war.

Dass Trump eine jahrzehntealte Tradition brach und öffentlich den von ihm nominierten Fed-Chef attackierte, fand sie „erfrischend“, wie sie gegenüber den Senatoren klarstellte. Dass sie unabhängig sei, nahm ihr kaum ein Senator ab.

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    Unter Trumps demokratischem Vorgänger Barack Obama hatte Shelton sich noch für höhere Leitzinsen ausgesprochen. Von hohen Aktienkursen, wie sie durch Niedrigzinsen befeuert werden, würde ohnehin nur „ein kleiner Teil profitieren, nämlich wohlhabende Investoren“, so Shelton im Wahlkampf vor vier Jahren.

    Forderung nach einem neuen Gold-Standard

    2019 dann drängte sie die Fed, die Zinsen schnellstmöglich zu senken, wie auch von Trump gefordert. Verschreckt hatte Shelton Politiker und Ökonomen auch mit ihrer Forderung nach einer neuen Form des Gold-Standards, von dem sich die USA bereits in den 1970er-Jahren verabschiedet hatten.

    In einem Interview mit der „Financial Times“ träumte sie von einer neuen Konferenz im Stil von Bretton Woods, um das internationale Geldsystem zu reformieren. Wenn sich die Verantwortlichen dann „in Mar-a-Lago treffen, wäre das großartig“, fügte Shelton hinzu. Sie meinte damit Trumps Golfklub in Florida, den er auch für offizielle Veranstaltungen nutzt.

    Sheltons Nominierung sorgt auch deshalb für viel Aufregung, weil ihr gute Chancen eingeräumt werden, den Chefposten von Jerome Powell zu übernehmen. „Niemand will Leute in der Fed haben, die einen Hang zu bescheuerten Ideen haben“, gab der republikanische Senator Neely Kennedy im Februar zu bedenken. Doch er hat seine Meinung inzwischen geändert und stimmte nun für Shelton.

    Mehr: Der Fed droht mit Judy Shelton eine neue Gefahr – ein Kommentar.

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