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US-Präsident zur Geldpolitik Trump übt scharfe Kritik an den Zinserhöhungen der Fed

Eigentlich kommentieren US-Präsidenten die Geldpolitik nicht – Trump schon. Denn aus seiner Sicht gefährden hohe Zinsen seinen wirtschaftspolitischen Kurs.
19.07.2018 Update: 20.07.2018 - 06:42 Uhr Kommentieren
Donald Trump übt scharfe Kritik an den Zinserhöhungen der Fed Quelle: Reuters
Donald Trump

„Mir gefällt es nicht, diese ganze Arbeit in die Wirtschaft zu stecken und dann zusehen zu müssen, wie die Zinsen nach oben gehen.“

(Foto: Reuters)

Washington US-Präsident Donald Trump hat CNBC zufolge die Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve kritisiert. „Ich bin nicht begeistert“, sagte er dem Fernsehsender zufolge in einem Interview am Donnerstag. Nach jeder Erhöhung wollten die Währungshüter die Zinsen weiter anheben. „Darüber bin ich nicht glücklich“, erklärte Trump. „Aber gleichzeitig lasse ich sie machen, was sie für das Beste halten.“ Zudem nannte der Präsident den Notenbank-Chef Jerome Powell, den er selbst ernannt hatte, einen „sehr guten Mann“.

Durch den starken Dollar fürchte er Nachteile für die USA, fügte Trump hinzu. Nach Trumps Äußerungen gab der Dollar nach, auch die Renditen auf US-Staatsanleihen sanken, während die US-Aktien vorübergehend ihre Verluste verringerten.

Es ist nicht das erste Mal, dass er mit der Tradition von US-Präsidenten bricht, sich nicht zur Fed-Politik und dem Dollar-Kurs zu äußern. Dem ungeschriebenen Gesetz, dass US-Präsidenten sich aus der Fed-Politik heraushalten, erteilte Trump eine Absage. „Ich sage jetzt nur dasselbe, was ich auch als ein Privatmann gesagt hätte“, erklärte Trump. Es sei ihm zudem egal, wenn er für seine Äußerungen ermahnt werden sollte.

„Mir gefällt es nicht, diese ganze Arbeit in die Wirtschaft zu stecken und dann zusehen zu müssen, wie die Zinsen nach oben gehen“, sagte Trump CNBC zufolge. Dies könne den USA Nachteile bringen, weil gleichzeitig die japanische Notenbank und die Europäische Zentralbank ihre lockere Geldpolitik fortsetzten.

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    Wenig später stellte Trumps Sprecherin Sarah Sanders klar: „Natürlich respektiert er (Trump) die Unabhängigkeit der Fed. Die Sicht des Präsidenten auf Zinsen ist gut bekannt, und sein Kommentar von heute wiederholt nur seine seit Langem bestehende Haltung.“ Das Interview soll am Freitagmorgen ausgestrahlt werden.

    Die Notenbank wollte keinen Kommentar abgeben, verwies aber auf eine Äußerung Powells aus der Vorwoche. Demnach nimmt die Fed auf politische Erwägungen keine Rücksicht. Dies sei tief in ihrer DNA.

    Die Fed hat dieses Jahr ihre Leitzinsen bereits zweimal erhöht – auf die aktuell gültige Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent. Zudem stellte die Notenbank zwei weitere Schritte nach oben für das zweite Halbjahr in Aussicht. Die Fed reagiert damit auf den anhaltenden Aufschwung in den USA.

    Am Mittwoch erklärte die Zentralbank in ihrem Konjunkturbericht „Beige Book“ aber, dass in den US-Unternehmen die Sorge über negative Folgen von Trumps Zollpolitik wachse. Notenbankchef Jerome Powell warnte zudem vor einem ausufernden Handelsstreit mit immer neuen Zöllen.

    • rtr
    • dpa
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