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Verbraucherpreise Deutsche Inflationsrate auf höchstem Stand seit fast einem Jahr

Waren und Dienstleistungen haben im Februar im Schnitt 1,3 Prozent mehr gekostet als ein Jahr zuvor. Zu den Preistreibern gehören Energieprodukte.
12.03.2021 - 08:25 Uhr 3 Kommentare
Kraftstoffe wie Benzin verteuerten sich im Schnitt um 2,4 Prozent im Vergleich zum Februar vorigen Jahres. Quelle: dpa
Teurere Kraftstoffe

Kraftstoffe wie Benzin verteuerten sich im Schnitt um 2,4 Prozent im Vergleich zum Februar vorigen Jahres.

(Foto: dpa)

Berlin Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Februar wegen teurerer Kraftstoffe so stark gestiegen wie seit Beginn der Coronakrise vor rund einem Jahr nicht mehr. Waren und Dienstleistungen kosteten im Schnitt 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag eine frühere Schätzung bestätigte. Höher lag die Teuerungsrate zuletzt im März 2020 mit 1,4 Prozent.

„Damit hat die Inflationsrate nach dem Ende der temporären Senkung der Mehrwertsteuersätze zum Jahreswechsel im zweiten Monat in Folge fast wieder das Vorkrisenniveau erreicht“, so das Statistikamt. Im Januar betrug die Teuerungsrate noch 1,0 Prozent.

Zu den Preistreibern gehörten diesmal eine Reihe von Energieprodukten. Kraftstoffe wie Benzin verteuerten sich im Schnitt um 2,4 Prozent im Vergleich zum Februar vorigen Jahres, Erdgas kostete 2,1 Prozent und Heizöl 1,1 Prozent mehr. „Hier wirkte sich neben der zu Jahresbeginn eingeführten CO2-Abgabe auch der Preisanstieg auf dem Rohölmarkt aus“, hieß es dazu.

Nahrungsmittel verteuerten sich überdurchschnittlich: Für sie wurden 1,4 Prozent mehr verlangt als vor Jahresfrist. Teurer waren vor allem Süßwaren und Molkereiprodukte (jeweils +2,7 Prozent). Bei Tabakwaren lag der Preisaufschlag bei 3,9 Prozent. Günstiger hingegen wurden zum Bespiel Mobiltelefone (-9,2 Prozent).

Experten zufolge könnte die Teuerungsrate ab Jahresmitte die Zwei-Prozent-Marke überspringen, denn ab Juli 2021 dürfte sich die Senkung der Mehrwertsteuer in der Statistik niederschlagen. Diese war in der zweiten Jahreshälfte 2020 von 19 auf 16 beziehungsweise von sieben auf fünf Prozent gesenkt worden, um die Konjunktur im Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie anzukurbeln. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet im Gesamtjahr mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,9 Prozent. 2020 lag sie bei 0,5 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) beobachtet die Entwicklung in Europas größer Volkswirtschaft genau, strebt sie doch für die Währungsunion mittelfristig einen Wert von knapp zwei Prozent an. Die nach einheitlichen europäischen Standards berechnete deutsche Inflationsrate bewegte sich im Februar mit 1,6 Prozent schon nahe am Zielwert.

Mehr: EZB will Tempo der Anleihekäufe erhöhen und erwartet 2021 höhere Inflation.

  • rtr
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3 Kommentare zu "Verbraucherpreise: Deutsche Inflationsrate auf höchstem Stand seit fast einem Jahr"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Mit der Pleite der Greensill trifft es wegen den Negativzinsen nicht nur Deutschlands Sparer, sondern nun auch noch die Städte und Kommunen mit ihren Kämmeren.

    Und das sind keine Folgen oder Wirkungen einer fatalen Politik?

    Na dann weiter so.

  • Die deutschen Sparer werden seit 2008 nach der Lehmann-Pleite zugunsten der Südländer weiter fleißig enteignet. Inflationsbereinigt und mit Negativzinsen schmilzt der Wohlstandsberg immer mehr und schneller ab.

    Die vielen Reformen und Gesetze bei den Altersversorgungsprodukten (Lebensverischefungsreform u.a.), der Kapitalertragssteuer und Investmentreformgesetz u.a. machen die Menschen nicht wohlhabender oder reicher, sondern ärmer.

    Die Rentenreform und die Erwartungshaltung mit 67 oder irgendwann mit 70 in Rente gehen zu können und eine "vernünftige Rente" zu erhalten ist ein "deutscher Irrglaube". Spätestens wenn er die sog. "nachgelagerte Besteuerung" verstanden und kapiert hat, wird der Groschen fallen.

    Viele Grüße an den deutschen Michel

  • Die deutschen Sparer werden seit 2008 nach der Lehmann-Pleite zugunsten der Südländer weiter fleißig enteignet. Inflationsbereinigt und mit Negativzinsen schmilzt der Wohlstandsberg immer mehr und schneller ab.

    Die vielen Reformen und Gesetze bei den Altersversorgungsprodukten (Lebensverischefungsreform u.a.), der Kapitalertragssteuer und Investmentreformgesetz u.a. machen die Menschen nicht wohlhabender oder reicher, sondern ärmer.

    Die Rentenreform und die Erwartungshaltung mit 67 oder irgendwann mit 70 in Rente gehen zu können und eine "vernünftige Rente" zu erhalten ist ein "deutscher Irrglaube". Spätestens wenn er die sog. "nachgelagerte Besteuerung" verstanden und kapiert hat, wird der Groschen fallen.

    Viele Grüße an den deutschen Michel

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