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Verbraucherpreise EZB-Ziel verfehlt – Inflation in Euro-Zone fällt auf 1,4 Prozent

Die Europäische Zentralbank strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an – mit 1,4 Prozent sind die aktuellen Verbraucherpreise im Euro-Raum weit davon entfernt.
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Die EZB hatte im Dezember den Wertpapierkauf beendet, der die Inflation verstärkte. Quelle: dpa
Europäische Zentralbank

Die EZB hatte im Dezember den Wertpapierkauf beendet, der die Inflation verstärkte.

(Foto: dpa)

BerlinAngesichts bröckelnder Ölpreise ist die Inflationsrate in der Euro-Zone weiter unter die Zielmarke der EZB gerutscht. Die Verbraucherpreise legten im Januar nur noch um 1,4 Prozent zum Vorjahrsmonat zu, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Im Dezember war noch ein Plus von revidiert 1,5 Prozent erreicht worden. Zu Jahresbeginn verteuerte sich Energie um 2,7 Prozent. Allerdings war der Anstieg im Dezember mit damals 5,5 Prozent weit stärker.

Die insgesamt niedrigeren Lebenshaltungskosten zu Jahresbeginn dürften die Verbraucher freuen, sind jedoch ein Anlass zur Sorge für die Europäische Zentralbank (EZB). Denn sie strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an, die ihr als ideal für die Konjunkturentwicklung gilt.

Um den aus ihrer Sicht unerwünscht niedrigen Preisauftrieb zu verstärken, hatten die Währungshüter seit März 2015 Wertpapiere erworben. Die auf mehr als 2,6 Billionen Euro angeschwollenen Käufe wurden aber im Dezember eingestellt. Inzwischen werden nur noch auslaufende Papiere ersetzt. Dennoch bleibt die Geldpolitik angesichts der eingetrübten Konjunkturperspektiven weiter sehr locker.

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  • rtr
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1 Kommentar zu "Verbraucherpreise: EZB-Ziel verfehlt – Inflation in Euro-Zone fällt auf 1,4 Prozent"

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  • Im Grunde genommen kann die EZB über die Inflation unter der Zielrate froh sein. Kann sie Ihre Geld- und Zinspolitik und das weiter so damit begründen. Sie muss nicht zugeben, dass es eigentlich um die Rettung vieler Euroländer wie Italien, Griechenland etc. geht. Wobei, Rettung ist wohl das falsche Wort. Da gibt es wohl nichts mehr zu retten. Es geht ausschließlich darum, diese Länder über Wasser zu halten. Zinserhöhungen hätten für diese Länder und letztendlich für die Stabilität der gesamte Eurozone fatale Auswirkungen. Solch große Rettungsschirme gibt es nicht. Aber wie sagt man so schön: Fallen tut noch nicht weh, erst wenn man aufschlägt, kommt der Schmerz oder schlimmeres. Nachlassendes Wirtschaftswachstum, wie es sich ankündigt, kommt noch verschärfend hinzu.