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Verbraucherpreise Inflation auf dem Rückzug – Teuerungsrate bei 1,1 Prozent

Die Jahresinflationsrate in Deutschland fällt weiter. Auch in Großbritannien ist dieser Wert wenige Wochen vor dem geplanten EU-Ausstieg auf dem Rückmarsch.
13.11.2019 Update: 13.11.2019 - 11:30 Uhr Kommentieren
Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Quelle: dpa
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Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

(Foto: dpa)

Wiesbaden Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im Oktober weiter verlangsamt. Die Jahresinflationsrate betrug 1,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Daten. Im September hatte die Teuerungsrate noch bei 1,2 Prozent und im August bei 1,4 Prozent gelegen. Vor allem gesunkene Energiepreise (minus 2,1 Prozent) dämpften die Entwicklung. Deutlich billiger wurden insbesondere Sprit und leichtes Heizöl. Gegenüber September 2019 stiegen die Verbraucherpreise insgesamt leicht um 0,1 Prozent.

Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt für den gesamten Euroraum mit seinen 19 Ländern mittelfristig eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Denn dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das kann die Wirtschaft bremsen.

Auch in Großbritannien ist die Inflation wenige Wochen vor dem geplanten EU-Ausstieg weiter auf dem Rückmarsch. Die Teuerungsrate fiel im Oktober auf 1,5 Prozent von 1,7 Prozent im Vormonat, wie die Statistikbehörde ONS am Mittwoch bekanntgab. Dies ist der niedrigste Wert seit November 2016.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten lediglich einen Rückgang auf 1,6 Prozent auf dem Zettel. Die Jahresteuerung liegt nunmehr deutlich dem Ziel der Notenbank (BoE) von zwei Prozent.

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    Allerdings wurde die niedrigere Inflationsrate im Oktober auch durch eine Kappung der Strom- und Gastarife für 15 Millionen Haushalte begünstigt: Die Preise der Versorger sanken dadurch zum Vorjahr um 2,2 beziehungsweise 8,7 Prozent. Auch Benzin wurde billiger, während sich Bekleidung verteuerte.

    Das Land soll nach langer Hängepartie nun voraussichtlich Ende Januar aus der Europäischen Union aussteigen. Mit der vorgezogenen Parlamentswahl am 12. Dezember soll die Blockade im Brexit-Streit gelöst werden. Viele Firmen im Vereinigten Königreich treibt die Frage um, ob sich das Land womöglich doch ohne Vertrag aus der EU verabschiedet.

    Die Bank of England geht mittlerweile davon aus, dass die Wirtschaftsleistung bei einem solchen harten Brexit im schlimmsten Fall binnen ungefähr eines Jahres um 5,5 Prozent einbrechen würde.

    • dpa
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