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Verbraucherpreise Inflation in der Euro-Zone bleibt negativ

Im November liegt die Inflation in der Euro-Zone erneut bei minus 0,3 Prozent. Das Ziel der EZB wird damit nach wie vor verfehlt.
01.12.2020 Update: 01.12.2020 - 15:18 Uhr Kommentieren
In der Euro-Zone sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Quelle: Reuters
Warenhaus Le Printemps in Paris

In der Euro-Zone sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die Verbraucherpreise im Euro-Raum fallen weiter. Die Inflationsrate betrug im November minus 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Das ist die gleiche Rate wie im Vormonat.

Analysten blicken mit besonderem Interesse auf die Zahlen, weil der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche tagt. Die Notenbank strebt eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent für den Euro-Raum an. Um die Inflation im Euro-Raum anzuschieben, hat EZB-Chefin Christine Lagarde bereits eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt.

„Wir gehen davon aus, dass die schwachen Zahlen die Argumente für einen Stimulus der EZB nächste Woche verstärken,“ urteilt Jacob Nell, Ökonom der US-Bank Morgan Stanley, in einer Analyse. Er führt die schwache Preisentwicklung unter anderem auf den starken Wechselkurs des Euros zurück. Dieser hat im Verhältnis zum US-Dollar seit Jahresbeginn um rund sieben Prozent aufgewertet. Wertet der Euro auf, drückt das tendenziell die Preise für Importe aus dem Ausland.

Laut Commerzbank-Analyst Christoph Weil hinterlässt zudem die schwere Rezession im Euro-Raum Spuren auch bei der Inflationsrate. Wie tief diese seien, lasse sich aktuell aber nur grob abschätzen. Durch das Herunterfahren der Wirtschaft können Preise für bestimmte Dienstleistungen wie Besuche in Restaurants, Übernachtungen in Hotels und Pauschalreisen nur teilweise erhoben werden.

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    Zudem gibt es in Deutschland durch die zeitlich befristete Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent bis Jahresende einen Sondereffekt, der die Teuerungsrate in der größten Volkswirtschaft des Währungsraumes drückt.

    Die meisten Ökonomen erwarten einen Anstieg der Inflation im kommenden Jahr, wenn diese Effekte auslaufen. Auch danach gehen sie jedoch von einer schwachen Preisentwicklung aus.

    EZB wird im Dezember wohl Maßnahmen beschließen

    Morgan Stanley-Ökonom Nell erwartet, dass die EZB auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche eine Ausweitung ihrer Anleihekäufe um 500 Milliarden Euro und eine zeitliche Verlängerung bis Ende 2021 beschließt. Aktuell beläuft sich der anvisierte Umfang der Käufe auf 1,35 Billionen Euro bis Mitte 2021. Zudem geht Nell davon aus, dass die EZB die Bedingungen für langfristige Kredite der Notenbank an die Banken noch attraktiver gestaltet.

    Mehr: EZB-Chefvolkswirt Philip Lane will geringe Inflation nicht länger tolerieren

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