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Verbraucherpreise Inflationsrate in Deutschland steigt auf 1,6 Prozent

Im Juni sind die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent gestiegen. Damit ist die Rate wieder höher als im Mai.
27.06.2019 Update: 27.06.2019 - 15:37 Uhr 1 Kommentar
Das Statistische Bundesamt sammelt die Preisdaten für Güter in einem definierten Warenkorb, um die Inflation zu ermitteln. Quelle: dapd
Gefüllter Einkaufswagen in einem Supermarkt

Das Statistische Bundesamt sammelt die Preisdaten für Güter in einem definierten Warenkorb, um die Inflation zu ermitteln.

(Foto: dapd)

Frankfurt Der Preisauftrieb in Deutschland hat im Juni wieder etwas zugenommen. Die Inflationsrate stieg auf 1,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung bekanntgab. Im Mai waren die Verbraucherpreise im Vergleich zu Mai 2018 nur um 1,4 Prozent gestiegen.
Trotz den Anstiegs liegt die Inflation unter dem Ziel der Europäischem Zentralbank (EZB), die für die Euro-Zone mittelfristig einen Wert von knapp unter zwei Prozent anstrebt, der als ideal für die Konjunktur gilt.

Ökonomen führen die höhere Inflation im Juni hauptsächlich darauf zurück, dass Pfingsten in diesem Jahr auf einen späten Termin fiel. Dadurch waren vor allem Pauschalreisen deutlich teurer als im Vorjahreszeitraum.

„Bis in den Oktober hinein dürfte die Jahresteuerung auf nur noch rund ein Prozent fallen,“ erwartet Sebastian Wanke, Inflationsexperte der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Für die EZB bedeute dies „tendenziell noch mehr Lockerung.“

Ähnlich sieht das auch Carsten Brzeski, Chefökonom der ING für Deutschland. Wenn selbst in Deutschland, wo die Wirtschaft seit zehn Jahren wächst und die Arbeitslosigkeit gering ist, die Inflation nicht steige, stelle sich die Frage, wo im Euroraum dies sonst passieren solle. Die Inflationsdaten aus Deutschland würden der EZB weitere Argumente für eine geldpolitische Lockerung liefern.

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    Sorge vor wirtschaftlichem Abschwung

    Seit Jahren versucht die Notenbank, die Inflation im Euroraum in Richtung ihres Ziels von knapp unter zwei Prozent anzuschieben. So hat sie die Leitzinsen auf null Prozent gesenkt und Banken, die überschüssige Liquidität bei ihr halten, müssen sogar einen Minuszins von 0,4 Prozent zahlen. Außerdem hat sie für über zwei Billionen Euro Wertpapiere gekauft.

    In der vergangenen Woche hat EZB-Präsident Mario Draghi auf einer Konferenz im portugiesischen Sintra deutliche Signale für eine weitere Lockerung der Geldpolitik gegeben. Er stellte dort nicht nur mögliche Zinssenkungen in Aussicht, die dann zwangsläufig weit in den negativen Bereich hineinreichen würden, sondern schloss auch einen neue Ausweitung bei den Anleihekäufen nicht aus. Seit Jahresanfang werden nur noch auslaufende Papiere ersetzt.

    In der Notenbank sind viele besorgt, dass der Eurozone ein schwerer wirtschaftlicher Abschwung droht. So sind die Daten für die Eurozone zuletzt äußerst schwach ausgefallen und die Inflationserwartungen im freien Fall. Für Notenbanker ist das ein Alarmsignal, weil die tatsächliche Preissteigerung häufig auch den Erwartungen folgt. Nicht nur der eskalierende Handelskonflikt sorgt für Dauerstress, auch der Brexit und die Lage in Italien sind große Risiken.

    Mehr: Der Handelskonflikt zwischen China und den USA sorgte auch am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag für Aufruhr. Informieren Sie sich hier über die aktuellen Entwicklungen des Deutschen Leitindex.

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    1 Kommentar zu "Verbraucherpreise: Inflationsrate in Deutschland steigt auf 1,6 Prozent"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Von einer Altervorsorge von 100.000,-Euro bleiben bei aktuellem EZB-Zinssatz von Minus 0,4%, und Bankzinsen von 0%, bei einer Inflationsrate von 1,6%, gemessen an Kaufkraft nach 10 Jahren noch 82.797,-Euro, also ein Verlust von über 17.000,-Euro.
      Da lohnt sich für die junge Generation das Sparen fürs Alter ja so richtig. Der Verlust hat die Größenordnung eines VW-Golfs.
      Für die heutige Rentnergeneration, die fürs Alter privat vorgesorgt hat, keine Zinsen auf ihr Vermögen dafür eine exorbitante Geldentwertung.
      Danke EZB, Danke Super Mario, Statthalter von Goldman Sachs. Hauptsache den Banken gehts gut.

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