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Verbraucherpreise Inflationsrate in Deutschland steigt auf 1,7 Prozent

Im Juli sind die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent gestiegen. Auffällig ist der Anstieg bei Nahrungsmitteln.
Update: 30.07.2019 - 14:11 Uhr Kommentieren
Das Statistische Bundesamt sammelt die Preisdaten für Güter in einem definierten Warenkorb, um die Inflation zu ermitteln. Quelle: Getty Images/ The Image Bank
Käsetheke im Supermarkt

Das Statistische Bundesamt sammelt die Preisdaten für Güter in einem definierten Warenkorb, um die Inflation zu ermitteln.

(Foto: Getty Images/ The Image Bank)

Frankfurt Der Preisauftrieb in Deutschland hat im Juli wieder etwas zugenommen. Die jährliche Inflationsrate stieg auf 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung bekanntgab. Im Juni hatte die Inflationsrate noch bei 1,6 Prozent gelegen.

Stärkster Preistreiber waren mit 1,8 Prozent Waren, wobei der Anstieg bei Nahrungsmitteln auffällig ist. Diese verteuerten sich gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent. Die Preise für Dienstleistungen stiegen dagegen mit 1,5 Prozent weniger stark an als im Juni (1,9 Prozent).

Seit Jahren versucht die Europäischem Zentralbank (EZB), die Inflation im Euro-Raum in Richtung ihres Ziels von knapp unter zwei Prozent anzuschieben. Dieser Wert gilt als ideal für die Konjunktur. So hat die EZB den Leitzinsen auf null Prozent gesenkt, Banken, die überschüssige Liquidität bei ihr halten, müssen sogar einen Minuszins von 0,4 Prozent zahlen. Außerdem hat sie für über zwei Billionen Euro Wertpapiere gekauft.

In der Notenbank sind viele besorgt, dass der Euro-Zone ein schwerer wirtschaftlicher Abschwung droht. In der vergangenen Woche deutete EZB-Präsident Mario Draghi bei der geldpolitischen Sitzung der EZB deshalb eine erneute Lockerung der Geldpolitik an.

So sind die Daten für die Euro-Zone zuletzt äußerst schwach ausgefallen und die Inflationserwartungen im freien Fall. Für Notenbanker ist das ein Alarmsignal, weil die tatsächliche Preissteigerung häufig auch den Erwartungen folgt. Nicht nur der eskalierende Handelskonflikt sorgt für Dauerstress, auch der Brexit und die Lage in Italien sind große Risiken.

Mehr: Angst vor dem Minuszins. Die Europäische Zentralbank wird ihre Geldpolitik weiter lockern. Noch niedrigere Zinsen bringen aber auch noch schädlichere Nebenwirkungen mit sich. Was auf Banken und Anleger zukommt.

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