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Verbraucherpreise Inflationsrate stagniert auf niedrigstem Niveau seit November 2016

Die EZB kommt ihrem Inflationsziel nicht näher: Die Verbraucherpreise im Euro-Raum stagnieren im August, größter Preistreiber waren Lebensmittel.
Update: 30.08.2019 - 11:26 Uhr Kommentieren
Größter Preistreiber waren Lebensmittel. Quelle: dpa
Inflation

Größter Preistreiber waren Lebensmittel.

(Foto: dpa)

Frankfurt Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank bleibt in weiter Ferne. Im August lag die Inflationsrate im Euro-Raum unverändert bei 1,0 Prozent. Das gab das Europäische Statistikbehörde Eurostat in einer am Freitag veröffentlichten Schnellschätzung bekannt. Niedriger war die Teuerungsrate zuletzt im November 2016.

Die Energiepreise verringerten sich im August um 0,6 Prozent. Im Juli waren sie noch um 0,5 Prozent gestiegen. Dienstleistungen verteuerten sich um 1,3 Prozent nach 1,2 Prozent im Juli. Die Kerninflation, die schwankungsanfällige Komponenten wie Energie ausklammert, verharrte im August bei 0,9 Prozent.

Nach Einschätzung der Helaba bleibt es somit bei der Zielverfehlung durch die EZB, denn auch die Kerninflation weise keinen nachhaltigen Aufwärtstrend auf, sondern pendele seit Jahren um 1,0 Prozent und liege unverändert bei 0,9 Prozent. „Die EZB-Senkungserwartungen werden dadurch untermauert und auch die niedrigen Inflationserwartungen dürften sich verfestigen“, teilt die Bank mit.

Seit Jahren versucht die Notenbank, die Inflation im Euro-Raum in Richtung ihres Ziels von knapp unter zwei Prozent anzuschieben. So hat sie die Leitzinsen auf null Prozent gesenkt und Banken, die überschüssige Liquidität bei ihr halten, müssen sogar einen Minuszins von 0,4 Prozent zahlen. Außerdem hat sie für über zwei Billionen Euro Wertpapiere gekauft.

Für die nächste geldpolitischen Sitzung der Europäischen Notenbank hat EZB-Präsident Mario Draghi eine erneute Lockerung der Geldpolitik angedeutet. Den Währungshütern machen neben der schwachen Inflation der Handelsstreit zwischen den USA und China und die eingetrübten Konjunkturaussichten zu schaffen. Die Unternehmen sind zudem wegen des nahenden Brexit verunsichert. Die EZB prüft zur Zeit eine Vielzahl von Maßnahmen, darunter Zinssenkungen und erneute Anleihenkäufe, mit denen die Wirtschaft angekurbelt werden könnte.

Die Direktorin der Europäischen Zentralbank (EZB), Sabine Lautenschläger, hatte sich am Freitag allerdings gegenüber der Nachrichtenagentur „Market News“ gegen eine Wiederaufnahme des Anleihenkaufprogramms ausgesprochen. Zinssenkungen hingegen seien Teil der herkömmlichen Geldpolitik.

Ähnlich hatte sich bereits der Chef der niederländischen Notenbank, Klaas Knot, geäußert: Er stelle sich nicht prinzipiell gegen weitere Zinssenkungen durch die EZB. Derzeit lehnt er eine Neuauflage der billionenschweren Wertpapierkäufe jedoch ab.

Mit Agenturmaterial

Mehr: Die Inflation in Deutschland ist im August stärker gesunken als erwartet. Das stärkt der EZB bei ihren Plänen für eine expansive Geldpolitik den Rücken. Lesen Sie hier mehr.

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