Verbraucherpreise Januar Schwache Inflation dämpft Hoffnung auf baldige Zinserhöhung

Nur noch 1,2 Prozent: Die Teuerungsrate in der Euro-Zone geht im Februar im Vergleich zum Vormonat zurück. Das dürfte EZB-Chef Mario Draghi nicht gefallen, bleibt sie doch weit unter dem Ziel von zwei Prozent.
Update: 31.01.2018 - 11:25 Uhr 5 Kommentare
Inflation in Euro-Zone schwächt sich im Januar ab Quelle: Reuters
EZB-Chef Mario Draghi

Vor allem Energie im Euro-Raum verteuerte sich weniger stark.

(Foto: Reuters)

LuxemburgTrotz massiver Geldspritzen der EZB hat sich die Inflation in der Euro-Zone leicht abgeschwächt. Die Teuerungsrate sank im Januar auf 1,3 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten dies erwartet. Im Januar waren es noch 1,3 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt als optimalen Wert für die Wirtschaft knapp zwei Prozent an.

Die schwache Preisentwicklung ist derzeit das größte Hindernis für einen rascheren Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der EZB. Die Euro-Wächter pumpen seit fast drei Jahren über den Kauf von Anleihen enorme Geldsummen in das Finanzsystem, um für mehr Inflation zu sorgen. Im Zuge der jüngsten Konjunkturerholung wurde das monatliche Kaufvolumen auf 30 Milliarden Euro halbiert.

Die Käufe sollen noch bis mindestens Ende September laufen. Wie es danach weiter geht, hängt entscheidend davon ab, wie sich die Inflation entwickelt, hatte EZB-Chevolkswirt Peter Praet am vergangenen Monat unterstrichen. Die Notenbank werde die Transaktionen erst beenden, wenn sie noch stärker von einem Anziehen der Inflation überzeugt sei.

Auch in Deutschland hatte sich der Anstieg der Verbraucherpreise zum Beginn des Jahres weiter verlangsamt. Im Februar lag die Jahresteuerungsrate bei 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am gestrigen Dienstag anhand vorläufiger Daten in Wiesbaden mitteilte. Im Januar waren es noch 1,6 Prozent, im Dezember 2017 sogar noch 1,7 Prozent.

  • rtr
  • dpa
  • jam
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5 Kommentare zu "Verbraucherpreise Januar: Schwache Inflation dämpft Hoffnung auf baldige Zinserhöhung"

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  • ...und es ist unheimlich....wirklich....unheimlich....wie dieser Mann....alles auf seine Schulter nimmt....und glaubt....es wäre richtig so....wie ers macht....
    ....das die 2 großen Player....Deutschland und Frankreich....trotz der Unabhängigkeit der EZB.....ihn nicht doch zum Rapport rufen.....ihm klar zu machen.....daß Millionen Menschen....besonders bei uns in Deutschland.....am Boden liegen....und auf "Brustwarzen" rutschen....weil sie Millionen aus Ihrem Geldbestand verlieren.....und keiner etwas macht.....oben....auf der politischen Etage..
    .....es ist nicht zu fassen....und bedarf einer Änderung....des Amtes....in der Leitung der EZB....
    ....es ist so....und es muß....in der Nachfolgeschaft von D...eine Änderung her....damit der Gesamtladen Europa.....mit den 27 "Filialen"....freier + Unfreier....atmen und handeln können.....sonst fliegt das Gesamtgebilde Europa.....auseinander....
    ...haben es die Amerikaner es bei der Gründung....der EU schon prophezeit.....und sie sollten Recht bekommen.....wenn hier auf dem alten Kontinennt.....nicht bald eine Änderung herbeigeführt wird........
    .....nur so kann Vertrauen....wieder hergestellt werden.....nur so kann Zufriedenheit auf Dauer installiert werden....nur so kann Kommunikation in allen Fragen....vertrauensvoll stattfinden.....nur so kann und können weitere Erfolge generiert werden.....nur so kann stabiler Zuwachs erfolgen.....nur so kann Europa sich feiern....und zur stärksten Wirtschaftsmacht der Welt werden und bleiben.....
    .....zuhören...handeln...staunen..und sich gemeinsam die Hände reiben..und in die Arme nehmen.....

    .....dann lohnt es sich in und an Europa.....zu glauben.....zu hier bleiben.....und hier zu sterben....ohne an eine Auswanderung zu denken

    .....es ist doch ganz einfach.....aufstehen.....den Körper stramm ausrichten ....mit geradem Rücken ....Bauch eingezogen....und kluge Entscheidungen treffen und durchführen.....dann braucht es Vorne nur 1 Lokomotive...und keine Zweite hinten zum Schieben..

  • Wozu braucht es die Gnade eine Mafio Draghis zu einer Zinserhöhung?

    Wie an anderer Stelle zu lesen ist, steigen die Zinsen – und zwar die des deutschen Staates, der erstmals seit langem nun für 5-jährige Anleihen Zinsen bezahlen muss. Und das nur wegen der Spekulation auf ein baldiges Ende der Anleihenkäufe durch die EZB.

    Wenn Deutschland nun erstmals wieder Zinsen zahlen muss; wie wird es den anderen Euro-Ländern im Süden und im Besonderen Griechenland, dass ja auf eine Rückkehr an den „Kapitalmarkt“ spekuliert ergehen? Deren Aufschläge dürften vom Markt mit „leicht höheren“ Zinsmargen als von Deutschland erwartet werden.

    Dieses sich spätestens mit dem anbahnenden Ende der Anleihekäufe dramatische Szenario für sie Südeuropäer dürfte wohl der Grund dafür sein, weshalb die spezielle europäische „Polit-Elite“ unbedingt den ESM umwidmen und umfunktionieren will.

  • ...alles Das....was sich der Herr D.....aus dem Frankfurter Tower sich vornehmen wollte....und sich vorgenommen hat....ist nicht eingetreten....und wird auch nicht eintreten....
    ...außer den Aktionen des billigen Geldes....und dieses auf den Markt zu werfen....
    ....wie soll das auch sein....und gehen?....
    ....ist er der Verantwortliche....in den einzelnen euroäischen Volskwirtschaften....und hat in den Hirnen....der einzelnen Verantwortlichen....Platz genommen?....um sie in seinem Sinn zu steuern?
    .....und so ist....außer dem Schalten und Walten.....an den Märkten....mit billigem Geld....nur über nachfolgende Nachteile....zu berichten....daß also dieses Taktieren....und Handeln....verwantwortungslos ist....und zu einem in der Geschichte....noch nie dagewesenen Crash....kommen wird....von dem die Börse....sich kaum erholen wird....da die Bücher....über das Handeln mit Kapital an den Märkten....mit Zusatz der einzelnen Volkswirtschaften....und deren Problemen in der EU.....neu geschrieben werden müssen....
    ....und das größte Problem tatsächlich .....dieser verantwortungslose Herr D ist.....sich nichts sagen läßt.....von Mitgliedern....im Präsidium der EZB.....die zurückliegend....oft genug den Finger gehoben haben.....vor und nach wichtigen Entscheidungen....rund ums Geld....dem Euro....und so wird Alles.... seinen Lauf nehmen.....scheidet er bald aus....mit dem eigenen Tenor....nach mir die Sintflut.....

  • @ H. Schmidt
    Sie haben absolut Recht.
    Weiterhin könnte man die zugrunde liegende Statistik mit weiteren, neueren Daten ergänzen.
    Dies würde neue und höhere Inflationsziele ausweisen.
    Aber dies will mit aller Gewalt durch H. Draghi mit seinem Klientel verhindert.

  • Zitat: "bleibt sie doch weit unter dem Ziel von zwei Prozent."

    Ein schönes Beispiel für Fake News und der Grund warum Vertrauen in die Medien verloren geht! Und das im Handelsblatt!!!

    Hier die Korrektur: Das Inflationsziel der EZB ist definiert als: "Unter, aber nahe an 2%" Ergo 2% wäre zu hoch!!! Die 2% sind gewählt worden um einen Sicherheitsabstand zur einer sich selbst verstärkenden Deflation zu haben. Niemand auch Draghi sieht aktuell diese Gefahr. Von da her kann nicht gesagt werden, dass das Inflationsziel nicht erreicht wurde! Im Gegenteil, es liegt genau da wo es liegen soll!!!

    Haben wir hier Journalisten oder bestimmt der Google Übersetzer die Schlagzeile???

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