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Verdi droht Das bedeuten die Streiks der Geldtransporteure für die Bargeldversorgung

Sollte es zu einer Ausweitung des Arbeitskampfs der Geldtransporteure kommen, drohen einzelne Engpässe bei der Bargeldversorgung.
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An manchen Stellen könnte die Versorgung mit Bargeld aufgrund des Streiks knapp werden.
Bargeld

An manchen Stellen könnte die Versorgung mit Bargeld aufgrund des Streiks knapp werden.

FrankfurtNoch hat der Warnstreik der Geldtransport-Mitarbeiter kaum Folgen für die Versorgung mit Münzen und Scheinen. „Wir sehen für den Handel keine Auswirkungen“, betonte ein Sprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE) am Mittwoch.

Auch die Kreditinstitute gaben weitgehend Entwarnung. Bislang gebe es keine Anhaltspunkte für größere Auswirkungen, hieß es von der Deutschen Kreditwirtschaft (DK), die fünf Bankenverbände vertritt.
Aber das könnte sich ändern, denn die Gewerkschaft Verdi droht mit einer Ausweitung des Arbeitskampfs. Bereits für Donnerstag hat die Gewerkschaft zu neuen Warnstreiks aufgerufen. Viele Fahrer von Geldtransportern, Geldzähler und Vorbereiter für die Transporte hatten am Mittwoch bereits die Arbeit niedergelegt.

Verdi fordert für die 12.000 Beschäftigen bei einer Laufzeit von zwei Jahren eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro pro Jahr beziehungsweise eine Erhöhung des Monatsgehalts um 250 Euro pro Jahr sowie die Angleichung der Gehälter in den neuen Bundesländern.

Nach fünf ergebnislosen Tarifrunden gehen die Verhandlungen am Donnerstag und Freitag weiter. Dann müssten die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, forderte Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes. Andernfalls würden die Arbeitsniederlegungen noch einmal ausgeweitet.

Bei einem Streik, der länger als vier bis fünf Tage dauere, könne es regional zu einer Bargeldknappheit kommen, warnt ein Sprecher des HDE. Allerdings würde das nach Meinung des Verbands weniger die Einzelhändler treffen, sondern zunächst die Geldautomaten der Banken.

Eine Sprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) hält bei einem längeren Streik ebenfalls bei viel frequentierten Geldautomaten vor allem in ländlichen Regionen Engpässe für möglich.

Die Banken sprechen von möglichen punktuellen Einschränkungen in der Bargeldversorgung. Die Commerzbank berichtete bereits am Mittwoch von vereinzelten Engpässen. Bei der Deutschen Bank laufe alles normal, hieß es.

Mit den Streiks will Verdi den Bargeldverkehr in Deutschland „erheblich stören“. Am Mittwoch hatten Verdi zufolge rund 3000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Die Folgen fielen regional sehr unterschiedlich aus.

Während in Bayern nach Gewerkschaftsangaben rund 80 Prozent der Geldtransporte ausfielen, betont der BDGW, dass in Ostdeutschland die Streikbereitschaft extrem gering sei.

Für Verdi ist das bisherige Angebot der Unternehmen nicht verhandlungsfähig. Der BDGW hingegen betont, man sei bereits an die „Schmerzgrenze“ gegangen. So habe der Verband für den Osten über die zweijährige Laufzeit Erhöhungen von zusammen 9,4 Prozent angeboten.

Laut Verdi liegen die Gehälter für die Geldzähler und Geldtransportfahrer im Osten bei 1800 bis 2400 Euro und im Westen bei 2200 bis 2900 Euro brutto pro Monat.

Der BDGW vertritt insgesamt 65 Unternehmen, die zusammen 2500 gepanzerte Geldtransportfahrzeuge betreiben. Jeden Tag transportiert und bearbeitet die Branche im Schnitt rund sechs Milliarden Euro.

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