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Währung EZB-Direktor Panetta: Digitaler Euro wird wohl frühestens 2026 kommen

Eine digitale europäische Währung wäre eine Antwort auf den Aufstieg privatwirtschaftlicher Kryptowährungen. Über die konkrete Form des digitalen Zentralbankgelds ist aber noch entschieden.
26.05.2021 - 12:03 Uhr 1 Kommentar
Der Italiener ist Mitglied im sechsköpfigen Führungsteam der EZB und dort unter anderem für europäische und internationale Beziehungen zuständig. Quelle: Reuters
EZB-Direktor Fabio Panetta

Der Italiener ist Mitglied im sechsköpfigen Führungsteam der EZB und dort unter anderem für europäische und internationale Beziehungen zuständig.

(Foto: Reuters)

Frankfurt/Main Nach Einschätzung von EZB-Direktor Fabio Panetta wird es eine digitale europäische Währung frühestens im Jahr 2026 geben. „Das wäre das früheste Datum“, sagte Panetta der japanischen Zeitung „Nikkei“. Europas Währungshüter wollen in den kommenden Monaten grundsätzlich entscheiden, ob das Projekt weiterverfolgt wird. Ein digitaler Euro würde die Auswahl an Zahlungsmitteln vergrößern.

„Wir sehen, dass die Menschen mehr und mehr online einkaufen und dass sie mit wachsender Häufigkeit digitale Zahlungsmethoden verwenden“, sagte Panetta. Man wolle verhindern, dass der Massenzahlungsverkehr von einer Handvoll nicht-europäischer Akteure dominiert werde, die gegen die Kontrolle europäischer Behörden relativ immun sein könnten. „Das könnte zu mangelhaftem Wettbewerb und Datenschutz führen“, sagte Panetta.

Zugleich wäre ein digitaler Euro eine Antwort auf den Aufstieg privatwirtschaftlicher Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether. Im Gegensatz zu diesen würde ein Digital-Euro von der EZB herausgegeben und kontrolliert. Über die konkrete Form besteht noch keine Klarheit.

Ein digitaler Euro könnte es Privatleuten erlauben, Geld direkt bei der Zentralbank zu hinterlegen. Diese Möglichkeit steht normalerweise nur gewerblichen Kreditgebern wie Banken, Regierungen und anderen Zentralbanken offen. Einige Experten sehen die Gefahr, dass dann in Krisenzeiten Bankkunden ihre Ersparnisse fluchtartig von kommerziellen Banken abziehen und damit Notlagen verstärken würden.

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    Diese Risiken ließen sich vermeiden, indem die bei der EZB hinterlegte Summe begrenzt werde, zum Beispiel auf nicht mehr als 3000 Euro, erläuterte Panetta. Eine andere Möglichkeit könnte die Einführung eines Strafentgeltes für Summen oberhalb einer bestimmten Schwelle sein.

    Scheine und Münzen bleiben

    Ausdrücklich nicht das Ziel ist es, Scheine und Münzen abzuschaffen, wie die Währungshüter bei der Vorstellung des Vorhabens Anfang Oktober versichert hatten. Auch andere Notenbanken rund um den Globus beschäftigen sich mit digitalem Zentralbankgeld.

    Mehr: Kryptowährungen stabilisieren sich - Anleger steigen bei Ethereum wieder ein

    • dpa
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    1 Kommentar zu "Währung: EZB-Direktor Panetta: Digitaler Euro wird wohl frühestens 2026 kommen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • So sieht also eine extrem starke Antwort aus als Gegenpol zu den Kryptowährungen...

      Vollständige Kontrolle, Begrenzung der Auszahlungen und Strafzinsen bei zu hohem Guthaben!

      Und vor 2026 ist da nichts zu holen....Na dann auf Hr. Panetta, viel Erfolg! Vielleicht klappts noch vor der Pension.

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