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Dollar und Euro

Was treibt die Preise auf dem Devisenmarkt?

(Foto: dpa)

Währung Wie funktionieren Wechselkurse?

Einfach erklärt: Wie entsteht eigentlich ein Wechselkurs? Was macht den Euro stark oder schwach? Und worauf reagieren Börsen?
07.08.2019 - 16:11 Uhr Kommentieren

Dieser Artikel ist am 07. August 2019 bei Orange - dem jungen Portal des Handelsblatts - erschienen.

Der Wechselkurs gibt den Preis einer Währung an, ausgedrückt in einer anderen Währung. Gebildet werden diese Preise auf dem so genannten Devisenmarkt. Steht beispielsweise der Euro bei einem Wert von 1,11 Dollar, bedeutet das: Will man einen Euro in die US-Währung tauschen, bekommt man dafür 1,11 Dollar. Oder umgekehrt: Für einen Dollar bekommt man 0,90 Euro.

Wechselkurs: Angebot und Nachfrage bestimmen den Kurs

Verantwortlich für die Höhe des Wechselkurses sind Angebot und Nachfrage. Das Angebot einer Währung bestimmt die Zentralbank, in dem sie den Leitzins und damit indirekt die Geldmenge festlegt. In der Eurozone macht das die Europäische Zentralbank (EZB) mit Sitz in Frankfurt. Druckt die EZB viel neues Geld, erhöht sie also das Angebot, dann sinkt tendenziell der Wert des Euros im Vergleich zu anderen Währungen wie etwa dem Dollar.

Die Nachfrage nach einer Währung hängt zu einem großen Teil an der Nachfrage nach Gütern aus dem Heimatland dieser Währung. Wollen zum Beispiel viele US-Amerikaner europäische Autos kaufen, dann brauchen sie für deren Bezahlung viele Euros.

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    Je mehr Autos also aus Europa in die USA verkauft werden, desto stärker steigt der Wert des Euros. Umgekehrt sinkt tendenziell der Eurokurs, wenn auf dem Weltmarkt weniger Güter aus Europa nachgefragt werden.

    In der Realität reagieren Wechselkurse aber auch schon, wenn sich die Nachfrage nach Gütern noch gar nicht geändert hat. Auch dafür gibt es eine Erklärung: Auf dem Devisenmarkt können bereits geänderte Erwartungen eine Kursänderung hervorrufen.

    Rechnen zum Beispiel Experten damit, dass die Europäer bald weniger Güter aus Großbritannien kaufen, weil das Land die EU verlässt und die Preise für britische Waren durch Zölle steigen, dann kann bereits heute der Wert der britischen Währung sinken. Genau das ließ sich nach dem Brexit-Referendum beobachten.

    Mehr: Gefahr eines harten Brexits steigt – Britisches Pfund könnte weiter abwerten

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