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Wegen Abschwung Norwegen senkt Leitzinsen auf Rekordtief

Der durch den Ölpreissturz bedingte Abschwung setzt der norwegischen Wirtschaft zu. Die Nationalbank senkt deshalb die Leitzinsen auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent und kündigt weitere Zinsschritte an.
Das ölreiche Land kämpft mit einer konjunkturellen Durtsstrecke. Quelle: dpa
Leitzinssenkung in Norwegen

Das ölreiche Land kämpft mit einer konjunkturellen Durtsstrecke.

(Foto: dpa)

Oslo Die norwegische Zentralbank senkt ihren Leitzins wegen des ölpreisbedingten Abschwungs auf ein Rekordtief. Der Satz werde von 0,75 auf 0,5 Prozent gekappt, teilte die Notenbank am Donnerstag mit. Sie signalisierte zudem ihre Bereitschaft für weitere Schritte, sollte sich die Konjunktur nicht bessern. „Die Aussichten für die norwegische Wirtschaft legen nahe, dass der Zinssatz im Laufe des Jahres weiter gedrückt werden könnte”, sagten Notenbank-Gouverneur Oeystein Olsen. Sogar negative Zinsen seien nicht ausgeschlossen. Billigeres Geld soll die Kreditvergabe ankurbeln und so die Wirtschaft anschieben.

„Ein weiterer Zinsschritt ist möglich, doch wohl nicht vor September”, sagte der Chefökonom der Danske Bank, Frank Jullum. „Die Zentralbank ist bereit, auf null Prozent zu gehen. Negative Zinsen will sie aber nur dann machen, wenn es zu einem großen Konjunktureinbruch kommt.” Handelsbanken-Analyst schätzt die Wahrscheinlichkeit von negativen Zinsen bis Jahresende auf etwa 20 Prozent.

Das Bruttoinlandsprodukt wuchs um vergangenen Jahr mit rund einem Prozent so schwach wie seit der weltweiten Finanzkrise 2009 nicht mehr. Europas größtem Erdöl- und Erdgasproduzent macht der seit Mitte 2014 um etwa zwei Drittel gefallene Ölpreis zu schaffen. Die Arbeitslosenquote kletterte seither von 3,2 auf 4,6 Prozent, den höchsten Stand seit zehn Jahren. Viele Energiekonzernen entlassen Mitarbeiter, um Kosten zu drücken

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  • rtr
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