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Zentralbank Christine Lagarde offiziell zur künftigen EZB-Chefin ernannt

Christine Lagarde wird Mario Draghi auf dem Chefsessel der EZB folgen. Die ehemalige IWF-Chefin wurde offiziell von den EU-Staaten bestätigt.
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Christine Lagarde offiziell zur künftigen EZB-Chefin ernannt Quelle: dpa
Christine Lagarde

Die ehemalige IWF-Chefin folgt auf Mario Draghi.

(Foto: dpa)

Brüssel Die EU-Staaten haben die frühere IWF-Chefin Christine Lagarde offiziell zur Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) ernannt. Den Beschluss fassten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Staats- und Regierungschefs am Freitag auf einem EU-Gipfel in Brüssel.

Lagarde twitterte, sie fühle sich geehrt, auf den Posten von Mario Draghi zu folgen und freue sich auf die Zusammenarbeit mit der EZB-Belegschaft. Draghis Amtszeit endet regulär am 1. November. Lagarde wird nach dem Niederländer Wim Duisenberg (1998-2003), dem Franzosen Jean-Claude Trichet (2003-2011) und dem Italiener Draghi (2011-2019) die erste Frau an der Spitze der Zentralbank in Frankfurt am Main sein.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz zeigt sich zuversichtlich, dass Lagarde die internen Streitigkeiten der EZB beilegen kann. „Ich bin davon überzeugt, dass Frau Lagarde einen sehr guten Job machen wird“, sagte der SPD-Politiker am Freitag bei der IWF-Tagung in Washington. Das könne eine konsensorientierte Geldpolitik zur Folge haben. Genau dies könne Lagardes Markenzeichen im neuen Amt werden, sagte Scholz.

Der extrem lockere Kurs der EZB unter Mario Draghi ist vor allem in mittel- und nordeuropäischen Ländern umstritten, auch Bundesbank-Chef Jens Weidmann gehört zu den Kritikern. Sie fürchten starke Nebenwirkungen durch die seit Jahren extrem niedrigen Zinsen und billionenschweren Anleihenkäufe.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten die 63-Jährige Französin bereits im Juli für den Posten nominiert. Die Zustimmung auf dem EU-Gipfel hatte eher symbolischen Charakter. Im September gab das Europaparlament seine formelle Zustimmung. Die EZB entscheidet über die Geldpolitik für die Eurozone und bestimmt unter anderem den Leitzinssatz, der auch für Sparer und Kreditnehmer wichtig ist. Hauptziel der EZB ist Preisstabilität.

Mehr: Noch-EZB-Chef Draghi hinterlässt große Fußstapfen, aber auch einige Probleme. Nachfolgerin Lagarde muss nun an vielen Stellen umsteuern und eigene Akzente setzen.

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  • dpa
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