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Zentralbank EZB-Chefin Lagarde deutet Pause in der Geldpolitik an

Die Maßnahmen der EZB in der Coronakrise haben laut Lagarde ihre Effizienz und Wirksamkeit bewiesen. Nun müsse man die Wirtschaftsdaten bewerten.
08.07.2020 - 08:58 Uhr 3 Kommentare
Die EZB hatte angesichts einer drohenden Rekord-Rezession ihr „Pandemic Emergency Purchase Programme“ nahezu verdoppelt. Quelle: dpa
Christine Lagarde

Die EZB hatte angesichts einer drohenden Rekord-Rezession ihr „Pandemic Emergency Purchase Programme“ nahezu verdoppelt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die massiven Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) haben die Märkte in der Coronakrise beruhigt. Wenn der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am 17. Juli zusammentrifft, wird er deshalb wohl keine weiteren Änderungen der geldpolitischen Ausrichtung beschließen. Das deutete EZB-Chefin Christine Lagarde in einem Interview mit der „Financial Times“ an.

Die Maßnahmen, die nach der Pandemie eingeleitet wurden, hätten ihre Effizienz und Wirksamkeit unter Beweis gestellt, sagte Lagarde. „Wir haben so viel getan, dass wir ziemlich viel Zeit haben, um die Wirtschaftsdaten sorgfältig zu bewerten.“

Die EZB hatte angesichts einer drohenden Rekord-Rezession in der Euro-Zone ihr „Pandemic Emergency Purchase Programme“ (PEPP) Anfang Juni nahezu verdoppelt: von 750 Milliarden auf 1,35 Billionen Euro. Lagardes Äußerung legt nahe, dass die Notenbank nun zunächst die weitere Entwicklung abwarten wird, nachdem die Wirtschaft jüngst Anzeichen einer Erholung zeigte.

Zwar erwarten EZB und EU-Kommission, dass die Wirtschaft der Euro-Zone dieses Jahr um 8,7 Prozent einbrechen wird, in der zweiten Jahreshälfte dürfte sie sich aber erholen. Der Einkaufsmanager-Index des Instituts IHS Markit für die Euro-Zone stieg im Juni von 31,9 Punkten auf 48,5 Zähler. Damit näherte er sich der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

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    Die deutsche EZB-Direktorin Isabel Schnabel sieht deshalb Anzeichen dafür, dass die Rezession in der Euro-Zone milder ausfallen könnte als befürchtet. Darauf ließen einige positiv ausgefallene „Vertrauensindikatoren“ der vergangenen Wochen schließen, sagte sie der niederländischen Zeitung „NRC Handelsblad“.

    Gegenüber der FT bekräftigte Lagarde aber auch ein weiteres Ziel der EZB: Die Zentralbank wolle „alle verfügbaren Wege zur Bekämpfung des Klimawandels erkunden“. Das umfasse die Untersuchung umweltfreundlicherer Änderungen aller Operationen der Zentralbank – einschließlich des Erwerbs von Vermögenswerten.

    Mehr: Notenbanken könnten bald zu ihrem letzten Mittel greifen.

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    3 Kommentare zu "Zentralbank: EZB-Chefin Lagarde deutet Pause in der Geldpolitik an"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Christiph Weise
      Hätten Sie gerne chaotische Märkte für Zocker und für Firmen-Schlachten?
      Schlachter, in allen Märkten, sind coronagefährdet :-))

    • Jetzt ist es Zeit, die Regeln der EZB zu ändern. Der EZB sollte erlaubt werden, Investitionen direkt zu finanzieren, z.B. ein großes Forschungsprogramm für Infektionskrankheiten an allen Unis in der EU. Also in Gebäude, techn. Ausrüstung und Bezahlung der Forscher investieren. Die Ergebnisse, falls Patente entstehen, könnten der Tilgung dienen. So würde EZB-Geld nicht die "Märkte" beeinflussen. Die Bürger stünden hinter solch einer Strategie. Der angerichtete Schaden der schwarzen Null ist enorm. An Forschung wurde gespart. Woran an Unis nicht gespart wurde, waren Stellen für Genger-Gaga. Beispielsweise musste ein Lehrstuhl für Chemie Gelder für Gender-Gaga abgeben. Die EZB könnte die europäische medizinisch-biologische Forschung so aufstellen, dass man mit Asien konkurrenzfähig werden könnte. In Japan hat man mit Geld von der Notenbank für Forschung überhaupt kein Problem. Den Japanern geht es sehr gut, nur Neider reden stets dagegen.

    • Der Kommentar von Frau Lagarde ist beunruhigend: Die Märkte wurden erfolgreich sediert. Die EZB sieht sich in der Rolle des Narkosearztes. So wird die Marktwirtschaft Stück für Stück durch Planwirtschaft substituiert.

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