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Zentralbank EZB hält Leitzins bei null Prozent – mindestens bis Ende 2019

Der Leitzins im Euro-Raum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent, und zwar mindestens bis Ende 2019. Außerdem beschloss die EZB neue Geldspritzen für Geschäftsbanken.
Update: 07.03.2019 - 14:06 Uhr Kommentieren
EZB hält Leitzins bei Null – mindestens bis Ende 2019 Quelle: dpa
EZB

Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Das Zinsniveau im Euro-Raum bleibt weiter niedrig. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte, verbleibt der Leitzins bei null Prozent. Der Einlagezins für Banken beträgt weiterhin minus 0,4 Prozent. Die Institute zahlen damit weiterhin Strafzinsen, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Gelder parken. Das Zinsniveau hält die Notenbank mindestens bis zum Ende des Jahrs 2019. Weitere Details gibt EZB-Präsident Mario Draghi ab 14.30 Uhr bekannt.

Bislang hatte die EZB betont, das Zinsniveau bleibe mindestens bis zum Sommer derart gering. Der Rat betonte aber auch, das Niveau noch über das Jahr 2019 hinaus zu halten, sollte es die Inflationsentwicklung erfordert. Die Notenbank strebt eine Inflation unter, aber nahe der Marke von zwei Prozent an. Im Februar lag die Jahresteuerungsrate bei 1,5 Prozent.

Außerdem bringt die EZB neue Langfristkredite für Geschäftsbanken auf den Weg. Diese werden zwischen September 2019 und März 2021 ausgegeben, jeweils mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Von den Geldsalven dürften unter anderem Banken im rezessionsgeplagten Italien profitieren.

Derartige Maßnahmen hatte in der Vergangenheit bereits gegeben. Eine erste Serie großer Geldspritzen hatte die Notenbank im Juni 2014 beschlossen, eine zweite im März 2016. Banken in Italien, Spanien und Frankreich griffen verstärkt zu: Auf italienische Geldhäuser entfielen zuletzt noch ausstehende Langfristkredite in Höhe von annähernd 240 Milliarden Euro.

Im Jahr 2020 bestehende Langfristkredite für Banken laufen zeitnah aus. Die Kredite werden von der Bankenaufsicht nur dann als langfristige Finanzierungen gewertet, wenn sie noch mindestens ein Jahr laufen. Daher werden ab Mitte 2019 nach der Maßgabe der Finanzaufsicht viele Banken plötzlich weniger stabile Finanzierungen zur Verfügung haben. Neue Kredite dieser Art verringern die auftretende Finanzierungslücke.

Frische Milliarden in Staats- und Unternehmensanleihen will die EZB zunächst nicht stecken. Allerdings werden die Gelder aus auslaufenden Papieren vorerst wieder investiert, betonte die Notenbank. Die Euro-Wächter bleiben damit ein großer Akteur am Anleihenmarkt. Ihre auf mehr als 2,6 Billionen Euro angeschwollenen Wertpapierkäufe hatten sie im Dezember eingestellt. Die Käufe waren in den vergangenen Jahren ihr zentrales Instrument gegen eine aus ihrer Sicht zu geringe Inflation.

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