Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Zinsdebatte Bilanzabbau der Fed rückt in Trumps Fokus

Die Fed könnte im Dezember erneut die Zinsen erhöhen. Nach Donald Trump hinterfragt jetzt auch Finanzminister Mnuchin die Strategie der Notenbank.
Kommentieren
Der Fed-Chef hat in diesem Jahr die Zinsen schon drei Mal angehoben. Quelle: Reuters
Jerome Powell

Der Fed-Chef hat in diesem Jahr die Zinsen schon drei Mal angehoben.

(Foto: Reuters)

Washington Im Zusammenhang mit der Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Zinspolitik der Notenbank Fed rückt nun auch der 2018 begonnene Bilanz-Abbau in den Fokus. Finanzminister Steven Mnuchin hat dies laut einem „Bloomberg“-Bericht vor Beratern zum Thema gemacht.

Dabei warf er in der Runde aus Investoren und Anleihen-Händlern die Frage auf, ob es besser sei, wenn die Fed die Zügel straffe, indem sie die Zinsen erhöhe oder wenn sie ihre Bilanz schneller eindampfe. Das Beratergremium des Ministeriums, in dem auch Vertreter von Goldman Sachs und JPMorgan Chase sitzen, soll sich dem Bericht zufolge auf der Sitzung Ende Oktober nicht eindeutig zu der Frage geäußert haben. Weder die Banken noch die Fed wollten zu der Meldung Stellung nehmen.

Die Fragestellung Mnuchins ist vor dem Hintergrund der Fundamentalkritik Trumps an der Notenbank durchaus brisant. Der US-Präsident stört sich daran, dass die Fed die Zinsen dieses Jahr schon drei Mal angehoben und noch vier weitere Erhöhungen bis Ende 2019 ins Auge gefasst hat.

Die nächste Erhöhung könnte bereits im Dezember kommen. Trump befürchtet, dass der durch seine radikale Steuerreform zusätzlich befeuerte Aufschwung durch die Verteuerung des Geldes abgewürgt wird.

Die Fed hat in den Jahren nach der Finanzkrise der Wirtschaft mit dem massenhaften Ankauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren auf die Sprünge geholfen und blähte ihre Bilanz so zwischenzeitlich auf 4,5 Billionen Dollar auf.

Sie verringert die Bilanzsumme im Zuge der Konjunkturerholung aber mittlerweile, indem auslaufende Papiere in mehreren Stufen nicht mehr ersetzt werden. Seit dem Herbst 2017 hat sie die Bilanz so um 250 Milliarden Dollar geschrumpft.

Fed-Vizechef Richard Clarida hat sich jüngst zu dem Ziel bekannt, die Bilanz so klein wie möglich zu halten und dabei zugleich die Kontrolle über das Zinsniveau zu behalten. Allerdings sei es unrealistisch zu glauben, dass das Vorkrisen-Niveau von weniger als einer Billion Dollar wieder zu erreichen sei.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Zinsdebatte - Bilanzabbau der Fed rückt in Trumps Fokus

0 Kommentare zu "Zinsdebatte: Bilanzabbau der Fed rückt in Trumps Fokus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.