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Zinsentscheid in Großbritannien Carney macht den Draghi

Die britische Notenbank hat erstmals seit 2009 ihren Leitzins gesenkt. Governor Mark Carney reagiert damit auf die wirtschaftlichen Probleme nach dem Brexit-Votum. Auch Anleihen sollen in großem Umfang gekauft werden.
04.08.2016 Update: 04.08.2016 - 14:46 Uhr 44 Kommentare

Bank of England setzt den Leitzins auf historisches Tief

London Die britische Notenbank reagiert auf den Brexit-Schock mit einer Leitzinssenkung. Der Schlüsselsatz wurde am Donnerstag auf das Rekordtief 0,25 von zuvor 0,5 Prozent gekappt. Zugleich deutete sie nun an, dass sie noch dieses Jahr zu einer weiteren Senkung in Richtung der Null-Linie bereit ist. „Wenn sich unsere Inflationsvorhersage bestätigen sollte, ist eine weitere Zinssenkung möglich“, sagte Governor Mark Carney.

Außerdem will die Notenbank als zusätzliche geldpolitische Maßnahme Unternehmensanleihen in Höhe von bis zu 10 Milliarden Pfund („Corporate Bond Purchases“) und weitere Vermögenswerte in Höhe von 435 Milliarden Pfund („Asset Purchase Programme“) kaufen. Zuletzt lag das Wertpapierkaufprogramm bei 375 Milliarden Pfund. „Der Kauf von britischen Unternehmensanleihen wird die Realwirtschaft direkt unterstützen, weil sich dadurch die Finanzierungskonditionen der Unternehmen verbessern“, sagte Carney.

Bei allen beschlossenen Maßnahmen gebe es Spielraum für eine Ausweitung, sagte Carney, machte aber deutlich: „Ich bin kein Fan negativer Zinsen.“ Er fügte hinzu, es gebe für ihn kein Szenario, in dem einen solchen Schritt erwägen würde. Vielmehr gebe es andere Möglichkeiten, bei Bedarf für weitere Impulse zu sorgen. Carney appellierte an die Banken, die Zinssenkung an ihre Kunden weiterzureichen. Für die Institute gebe es „keine Ausrede“, dies nicht zu tun.

Anleger haben nach der Entscheidung das Pfund Sterling aus ihren Depots geworfen. Die britische Währung brach um 1,3 Prozent auf 1,3158 Dollar ein. Kurz vor Bekanntwerden der Entscheidung hatte es noch über 1,33 Dollar notiert. Im Gegenzug zog auch der Euro zum Pfund um rund ein Prozent auf 84,56 Pence an. An den Aktienmärkten freuten sich die Anleger über den Geldsegen: Der „Footsie“ in London weitete seine Gewinne aus und kletterte um 1,4 Prozent. Auch der Dax notierte mit 10.257 Punkten 0,9 Prozent höher.

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    Trotz des Brexit-Votums rechnet die Bank of England aber nicht mit einem Abrutschen der britischen Wirtschaft in die Rezession. Vielmehr gehen die Währungshüter davon aus, dass die Wirtschaft nach einem starken ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte weiterhin noch etwas wachsen wird.

    Die Zinssenkung sei nicht überraschend, aber beim Anleihekaufprogramm seien die Markterwartungen übertroffen worden, sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. „Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass die BoE für die Zukunft weitere Maßnahmen in Aussicht gestellt hat.“

    Der Gouverneur der britischen Notenbank Mark Carney hatte bereits kurz nach der Entscheidung der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union eine Reaktion der Geldpolitik signalisiert. Er sprach davon, dass bereits „im Sommer eine geldpolitische Lockerung notwendig werden dürfte“. Anfang Juli hielt die Notenbank jedoch noch still und wollte weitere Konjunkturdaten abwarten.

    Frühindikatoren eingebrochen
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    44 Kommentare zu "Zinsentscheid in Großbritannien: Carney macht den Draghi"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nullzins als Allheilmittel???
      Fed, BoJ, EZB und nun auch noch die BoE. Mehr als 80 Prozent der Weltfinanzen werden nun durch den Nullzins geprägt. Auch der Ankauf von Staatsanleihen ist kein Alleinstellungsmerkmal der BoE. Das machen auch alle. Bald haben diese Zentralbanken die Hälfte der Staatsanleihen aufgekauft. Und dann? Dan kaufen die eben weiter bies kein privater Anleger auch nur noch einen Dollar. Yen. Euro oder Pfund Staatsanleihen besitzt. Und dann? Dann kommt Helikoptergeld. Milliarden den Milliardären. Millionen den Millionärem Tausende den Vermögenden über Einunderttausend. Die Millionen Habenichtse kriegen Peanuts.
      So stellen sich die Ökonomen erfolgreiche Geldpolitik vor. Nur die Unternehmen investieren nicht, Die Wirtschaft stagniert und die Preise sinken. Ist das das Ende des Kapitalismus? Und dann? Dann kommt wohl gar nichts mehr?
      Gibt es einen einzigen Volkswirt der darauf Antwort weis? In Deutschland eher nicht. Man könnte sonst die Wirtschaftsweisen oder die Forschungsinstitute fragen.

    • Aber strengen Sie sich ruhig weiter an, wenn’s Sie glücklich macht…
      Jetzt aber Herr Troll, geben Sie sich Mühe aber dennoch nicht die Pillen vergessen.

    • Außerdem ist das Zeug von Amazon gepanscht! Erfahrene Damen merken sofort den Unterschied, ist mir berichtet worden. Meist reiche schon eine Geruchsprobe, sagen viele von ihnen.

    • Prof. Dr. Spiegel04.08.2016, 17:15 Uhr

      „Eher keins, aber auf alle Fälle die, die hier täglich meinen Kommentare schreiben zu müssen“

      Sie zum Beispiel?


      "Was machen all die anderen ? ------------- Vielleicht arbeiten ?!“

      Ich schaff‘ beides.


      Prof. Dr. Spiegel04.08.2016, 17:07 Uhr

      „Abgesehen von Frau Bollmohr`s Seite, die ich natürlich verstehen könnte, wenn sie sich von mir angezogen fühlt,“

      Irren ist bekanntlich männlich.


      Und das war’s jetzt von meiner Seite, und zwar endgültig.
      Soviel Zeit hab' ich nun auch wieder nicht (höchstens mal im Sommerloch).

      Aber strengen Sie sich ruhig weiter an, wenn’s Sie glücklich macht…

      Man muss alles ertragen können. Gerade auch Frustration.

    • Herr Caruso, Herr Delli meinte, die Damen könnten bei Amazon Eritrea oder Arabica buchen. Dank ihren Ausführungen bin ich jetzt beruhigt.

    • Kein Problem, Herr Spiegel. Der wertvollere Samen setzt sich am Ende immer durch. Das hat der Mensch mit dem Affen gemeinsam.

    • Herr [email protected] Sie an den Mitbewerb durch die Besamer von Amazon. Herr Ebert berichtete schon eingehend über diese Gefahr.

    • << ..... immer platonisch >>

      Prima. Dann werde ich mich jetzt also doch verstärkt in Sachen Bollmohr ins Zeug legen. Sie wird begeistert sein!

    • Herr Caruso, es drängt sich der Verdacht auf, daß der Troll die Pillen vertauscht hat.
      Hat er dadurch Probleme mit Damen. Meine Güte der Ärmste, erst die Sache mit der Hose und jetzt auch noch das.

    • Kommentar Enrico 15:17 Uhr:

      "Die richtige Frage müsste lauten: Was machen all die anderen?
      Was haben die für ein Problem?
      Sich hier nicht äußern zu wollen?"

      Das sollte man mal genau lesen....... l a n g s a m lesen

      "Was machen all die anderen ? ------------- Vielleicht arbeiten ?!

      "Was haben die für ein Problem?" ----------Eher keins, aber auf alle Fälle die, die hier täglich meinen Kommentare schreiben zu müssen

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