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Zinserhöhungen US-Notenbanker fordert vorsichtiges Vorgehen

Noch immer können sich die führenden Vertreter der US-Notenbank Fed nicht auf eine Erhöhung des Leitzinses einigen. Der Chef des Fed-Bezirks Dallas, Robert Kaplan, ist für ein vorsichtiges Vorgehen.
18.08.2017 - 10:27 Uhr Kommentieren
Die Fed hat den Leitzins zuletzt im Juni auf das aktuelle Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent angehoben und eine weitere Erhöhung noch in diesem Jahr signalisiert. Quelle: dpa
US-Notenbank Fed

Die Fed hat den Leitzins zuletzt im Juni auf das aktuelle Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent angehoben und eine weitere Erhöhung noch in diesem Jahr signalisiert.

(Foto: dpa)

Lubbock/Washington Führende Vertreter der US-Notenbank Fed sind uneins über den weiteren Zinskurs. Der Chef des Fed-Bezirks Dallas, Robert Kaplan, mahnte am Donnerstag zur Geduld bei einer geldpolitischen Straffung. Die niedrigen Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen signalisierten die Erwartung einer konjunkturellen Abschwächung. Zudem verwies er auf die aus Fed-Sicht unerwünscht niedrige Inflation. Bevor er eine weitere Zinsanhebung unterstütze, seien zunächst Hinweise erforderlich, dass die Teuerung „mittelfristig“ anziehe.

Die Fed hat den Leitzins zuletzt im Juni auf das aktuelle Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent angehoben und eine weitere Erhöhung noch in diesem Jahr signalisiert. Die Chefin des Notenbank-Bezirks von Cleveland, Loretta Mester, will trotz des niedrigen Preisdrucks an den angepeilten Zinsschritten der Fed vorerst festhalten, wie sie Reuters sagte. Die Fed strebt neben Vollbeschäftigung eine Teuerungsrate von zwei Prozent an. Die von der Notenbank besonders beachtete Kennziffer lag zuletzt aber nur bei 1,5 Prozent.

Da der Konjunkturmotor derzeit rund läuft, will die Notenbank ihr stark angeschwollenes Portfolio eindampfen. Im Kampf gegen die Folgen der Weltfinanzkrise hat sie die Bilanz in den vergangenen Jahren auf 4,5 Billionen Dollar aufgebläht. Der für die Geldpolitik zuständige Fed-Offenmarktausschuss will das Abschmelzen „relativ bald“ angehen. An den Märkten wird damit gerechnet, dass auf der September-Sitzung ein Starttermin genannt wird.

Wie der Chef des Fed-Bezirks Minneapolis, Neel Kashkari, mitteilte, berücksichtigen die Währungshüter bei der Festlegung des Zeitplans aber auch politische Faktoren: Mit Blick auf eine im Kongress anstehenden Entscheidung über eine Anhebung der Schuldenobergrenze sagte er: „Ich denke, wir sollten diesen Prozess im Auge behalten.“ Kashkari hatte im Juni gegen die Zinserhöhung gestimmt.

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    Die Verhandlungen über eine Anhebung der Schuldenobergrenze könnten sich nach den Worten des republikanischen Fraktionschefs im Senat, Mitch McConnell, bis in den September hinziehen. Man suche nach Wegen, dann die Grenze zu erhöhen. Im Moment steht das Limit bei 19,9 Billionen Dollar. Dem Staat könnte das Geld im Oktober ausgehen, wenn der Kongress bis dahin nicht handelt und einen Zahlungsausfall verhindert.

    • rtr
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