Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

43 Millionen Euro Plattform für Immobilieninvestitionen: Exporo gewinnt neuen Hauptinvestor

Investoren aus Frankreich stemmen die Hälfte der 43 Millionen Euro schweren Finanzierungsrunde für Exporo. Es folgen Pläne für die Auslandsexpansion.
Kommentieren
Die Vorstände Julian Oertzen, Simon Brunke, Björn Maronde (v.l.) haben die Plattform 2014 gegründet. Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH
Exporo-Gründer

Die Vorstände Julian Oertzen, Simon Brunke, Björn Maronde (v.l.) haben die Plattform 2014 gegründet.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

Berlin Exporo, die führende digitale Immobilienplattform in Deutschland, hat sich in einer Finanzierungsrunde nach Informationen des Handelsblatts 43 Millionen Euro gesichert. Damit erhöht sich das bislang eingeworbene Kapital des 2014 gegründeten Unternehmens auf mehr als 60 Millionen Euro.

Der französische Kapitalgeber Partech Growth stemmt rund die Hälfte des Volumens, die bisherigen Investoren E.Ventures, Holtzbrinck Ventures, BPO Capital und Heartcore (früher Sunstone) die andere. Die Unternehmensgründer Brunke, Björn Maronde und Julian Oertzen halten rund 30 Prozent der Anteile an dem Unternehmen, dessen Wert jetzt im unteren dreistelligen Millionenbereich liegen dürfte.

In Deutschland ist Exporo unangefochtener Marktführer. Auf der Plattform können sich Anleger digital an der Finanzierung von Immobilien beteiligen. Die Branche boomt. Das Volumen der Schwarmfinanzierung für Immobilien, das Crowdinvesting, stieg im vergangenen Jahr nach Branchenangaben um 63 Prozent auf 210 Millionen Euro.

Davon entfielen nach Angaben Exporos 135 Millionen Euro auf die Hamburger. Werden private Platzierungen berücksichtigt, stieg das Finanzierungsvolumen von Exporo auf mehr als 170 Millionen Euro. Bislang wurden 140 Millionen Euro an die derzeit rund 20.000 Anleger zurückgezahlt.

Im laufenden Jahr strebt Exporo eine Verdoppelung des Finanzierungsvolumens auf 300 bis 350 Millionen Euro an. Eine weitere Verdoppelung im Jahr 2020 hält Brunke für „sehr realistisch“. Dem Unternehmen kommt zugute, dass angesichts der niedrigen Zinsen die von Exporo gebotene Rendite von vier bis sechs Prozent attraktiv ist. Zudem ist die Nachfrage nach Immobilien unverändert hoch.

Exporo will international wachsen

Verbraucherschützer warnen allerdings stets vor dem Verlust des eingesetzten Kapitals. Bei einigen Engagements anderer Plattformen ist es bereits zu Verlusten gekommen. „Der Immobilieninvestmentmarkt für Privatanleger ist nicht nur ein riesiger, sondern auch einer der ineffizientesten Märkte“, sagte auch Bruno Cremel, Partner beim neuen Investor Partech Growth. „Viele haben versucht, diesen aus verschiedenen Richtungen zu revolutionieren, aber nur sehr wenige haben es geschafft, alle wichtigen Erfolgsfaktoren in diesem Bereich zu kombinieren.“

Als Finanzdienstleistungsinstitut, das von der Finanzaufsicht Bafin kontrolliert wird, darf Exporo mit Anleihen und Aktien handeln. Das dürfte die geplante Expansion ins Ausland erleichtern. Das Management von Exporo will das Geschäftsmodell nun auf andere Länder übertragen. Dabei sind insbesondere Frankreich und die Niederlande in den Mittelpunkt gerückt. Der neue Leadinvestor dürfte bei der geplanten Expansion Hilfe leisten.

Nicht nur in die Internationalisierung will Exporo investieren. Geld soll noch in den Ausbau der Handelsplattform fließen. Derzeit dauert der Handel von Anteilen auf der Plattform noch mehrere Banktage. Die Vision von Simon Brunke: Anteile von Exporo-Immobilien sollen tagesaktuell gehandelt werden.

Mehr: Der politische Druck kann die Aktionäre von Unternehmen wie Vonovia noch teuer zu stehen kommen. Doch die Regulierung hat auch Positives.

Startseite

Mehr zu: 43 Millionen Euro - Plattform für Immobilieninvestitionen: Exporo gewinnt neuen Hauptinvestor

0 Kommentare zu "43 Millionen Euro: Plattform für Immobilieninvestitionen: Exporo gewinnt neuen Hauptinvestor"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.