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Ab Oktober 2008 Energiepässe für bestehende Gebäude

Auch für bestehende Gebäude wird es künftig Energieausweise geben. Der Bundesrat stimmte einer entsprechenden Verordnung von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee zu, verlangte aber kleinere Änderungen Bislang wird ein Energieausweis nur bei Neubauten, der Änderung oder Erweiterung von Gebäuden ausgestellt.
Den Energiepass gibt es in zwei Varianten: bedarfs- und verbrauchsorientiert. Foto: dpa

Den Energiepass gibt es in zwei Varianten: bedarfs- und verbrauchsorientiert. Foto: dpa

HB BERLIN. Statt im Januar wird die Verordnung erst im Oktober in Kraft treten. Baudenkmäler sind ausgenommen. Das Ministerium will die Verordnung entsprechend ändern. In dem Pass können Wohnungseigentümer, Käufer und Mieter die Energieausnutzung und den Sanierungsbedarf ablesen. Bislang wird ein Energieausweis nur bei Neubauten, der Änderung oder Erweiterung von Gebäuden ausgestellt. Der Pass mit einer rot-grünen Skala umfasst einen Energiebedarf von null bis 400 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Ganz im grünen Bereich findet sich das Passivhaus, ganz im roten ein „energetisch nicht wesentlich modernisiertes“ Einfamilienhaus.

Es soll einen bedarfs- oder ein verbrauchsorientierte Energiepass geben. Nach Ansicht Tiefensees wird sich der teurere, aber aussagekräftigere bedarfsorientierte Ausweis mittelfristig durchsetzen. Er ist künftig verpflichtend für Gebäude mit weniger als fünf Wohnungen sowie für solche, die älter als Baujahr 1977 sind, und bei der Beantragung öffentlicher Mittel für die Gebäudesanierung.

Tiefensee rechnete mit rund 800 000 bis 900 000 Energiepässen, die künftig jährlich ausgestellt werden. Der bedarfsorientierte Pass ist mit 80 bis 120 Euro um etwa 50 Prozent teurer als der verbrauchsorientierte. Bei dem bedarfsorientierten kann darüber hinaus eine Hausbegehung durch einen qualifizierten Handwerker erforderlich werden, was die Angelegenheit erheblich verteuert. Der Pass gilt jeweils zehn Jahre.

Der energiepolitische Sprecher des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller, Bernd Kramer, erklärte, mit der Verordnung würden überfällige Gebäudesanierungen endlich mit dem notwendigen Druck auf den Weg gebracht. Von den 560 Millionen Fenstereinheiten im deutschen Gebäudebestand seien noch nicht einmal 40 Prozent mit aktuellem Wärmedämmglas ausgestattet. „Rund 340 Millionen Fenster müssen saniert oder ausgetauscht werden, um sie auf den heutigen energetischen Stand der Technik zu bringen.“

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