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Adler-ErmittlungenImmobilienkonzern Aggregate stellt sich hinter CEO Cevdet Caner

Der österreichische Geschäftsmann bestreitet nach einer Razzia Vorwürfe gegen seine Person in der Causa Adler Real Estate. Sein aktueller Arbeitgeber steckt derweil wirtschaftlich massiv in der Klemme.René Bender, Lars-Marten Nagel, Michael Verfürden und Volker Votsmeier 01.07.2023 - 12:18 Uhr Artikel anhören

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt durchsuchte am Mittwoch in Monaco Büros und Privaträume des Vorstandsvorsitzenden vom Immobilieninvestor Aggregate.

Foto: BLOOMBERG NEWS

Cevdet Caner ist selten um markige Worte verlegen. Seine Reaktion auf die Polizeibeamten, die am Mittwoch vor seiner Wohnung in Monaco standen, war dennoch ungewöhnlich. Er sei „absolut relaxt“, sagte der österreichische Immobilienunternehmer der „Financial Times“. Nun wisse er endlich, was ihm vorgeworfen werde. So gesehen, sagte Caner, sei er sogar „glücklich“.

Der 49-Jährige bezeichnet sich gern als „Dealmaker“, als Berater im Hintergrund – oft zu stattlichen Honoraren. Diese Rolle spielte er auch bei der Adler Real Estate AG, die am Mittwoch im Zentrum der europaweiten Razzia stand, an der sich 175 Ermittler beteiligten.

Die Ermittlungen zum Adler-Konzern leitet die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Sie verdächtigt Caner, seine Frau, seinen Schwager und vier weitere Beschuldigte der Untreue, Bilanzfälschung und Marktmanipulation, beziehungsweise der Beihilfe dazu. Der Medienanwalt der Familie Caner bestreitet die Vorwürfe. Auch Caners Schwager ist überzeugt, dass „sämtliche Vorwürfe entkräftet werden“.

Die Ermittlungen werfen erneut ein Schlaglicht auf das Wirken des umstrittenen Beraters Cevdet Caner. Der Österreicher mischt seit bald zwei Jahrzehnten bei allerart Immobiliendeals mit, einst für Adler und inzwischen bei der Aggregate Holdings SA aus Luxemburg, die Caner seit einem Jahr als Vorstandschef steuert. Aggregate war früher Adler-Großaktionär und hält noch vier Prozent an der Adler Group. Auch wenn Caner seine Unschuld beteuert und mit den Fahndern kooperieren will, stellt sich die Frage: Kann und sollte er Aggregate-Chef bleiben?

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