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Vonovia-Zentrale in Bochum

Der größte börsennotierte Wohnungsanbieter mach gute Geschäfte.

(Foto: Reuters)

Analyse Vonovia knackt beim Erlös die Milliardenmarke

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Der Dax-Konzern Vonovia profitiert vom Immobilienboom. Im Jahr 2018 stiegen Gewinne und Mieteinnahmen deutlich. Die wichtigsten Fakten.

  • Erstmals in der Firmengeschichte steigerte Vonovia die Erlöse auf über eine Milliarde Euro. Die in der Immobilienwirtschaft wichtigste Erlös-Kennziffer „Funds From Operations I“ (FFO I) kletterte um 15,8 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Das FFO I gibt die Erträge aus dem operativen Geschäft wieder.
  • Die Mieteinnahmen stiegen um mehr als zehn Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. 2017 waren es noch 1,7 Milliarden Euro. Die Durchschnittsmiete der knapp 400.000 Wohnungen stieg von 6,27 Euro auf 6,52 Euro.
  • Deutlich aufgewertet hat Vonovia den Wert seiner Immobilien. Der Gesamtverkehrswert stieg von 33,4 auf 44,2 Milliarden Euro.

Das fällt positiv auf

Positiver Ausblick: Die Bochumer haben die Erträge deutlich gesteigert. Der Vorstand will die Aktionäre an den guten Geschäften teilhaben lassen und auf der Hauptversammlung im Mai eine Dividendenerhöhung von 1,32 auf 1,44 Euro vorschlagen. Zudem will der Konzern künftig mehr investieren. Die Investitionen für Modernisierung und Instandhaltung sollen auf rund zwei Milliarden Euro steigen. Zuletzt waren es 1,6 Milliarden Euro. Zugleich hält Vonovia an seiner Aussage fest, die Ausgaben für energetische Modernisierungen zu senken.

Das fällt negativ auf

Verteilung der Erlöse: Die Erlöse konnten zwar deutlich gesteigert werden, was für den Konzern stabile Zukunftsaussichten bedeutet. Allerdings verweist Vonovia darauf, dass der große Gewinnsprung „vor allem auf den Zukäufen von Victoria Park in Schweden und Buwog in Österreich“ beruhe. Wie groß die Anteile am Erlös sind, wird jedoch nicht konkret festgehalten.

Was jetzt passiert

Regulierung: Im Zahlenwerk finden sich einige Hinweise auf die derzeit stark diskutierte Mietregulatorik, allen voran in den Großstädten wie Berlin. So weist Vonovia etwa darauf hin, dass seine Ausgaben für Instandhaltung mit 17,72 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche um 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (15,70 Euro) gestiegen sind.

Ob das aber reicht, um die Politik davon zu überzeugen, dass die Wohnungskonzerne auch genügend in den Bestand investieren ohne auf Modernisierungsmieterhöhungen zu pochen, bleibt abzuwarten. Vonovia und andere große Wohnungskonzerne wie Deutsche Wohnen oder LEG werden sich in diesem Jahr weiter mit der Debatte um zunehmende Regulatorik in den Ballungsräumen beschäftigen müssen.

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